Gauweiler warnt in Trudering vor dem Nachtwächterstaat
„Nordrhein-Westfälisches Wetter“ nannte Dr. Peter Gauweiler (CSU) in Anspielung auf den Ausgang der jüngsten Landtagswahl in NRW die kalten Starkregenschauer, die ihn am vergangenen Dienstag bei seinem Auftritt auf der Truderinger Festwoche begrüßten. Der Bundestagsabgeordnete des Münchner Südens sprach zum Thema „Wie geht es weiter mit Europa?“ und traf mit seinen Thesen und Mahnungen den Nerv der Zuhörer. Für derlei Klartext hatte man ihn eingeladen, wie Markus Blume als örtlicher Landtagsabgeordneter in seiner Begrüßung erklärte. Doch nicht nur um Europa ging es an diesem Abend. Die CSU München-Ost feierte gemeinsam mit allen Zuhörern auch die Rückkehr ihres Stadtrats und Kreisvorsitzenden Dr. Georg Kronawitter, der kurz vor Weihnachten einen Schlaganfall erlitten hatte.
mehrZum Auftakt dankte Blume Lorenz Stiftl dafür, dass er als Festwirt erneut die Ausrichtung des Zeltbetriebs übernommen hatte. Er verband damit ein Bekenntnis zur Truderinger Festwoche als Institution im Münchner Osten: „Wir werden alles dafür tun, dass das so bleibt und die Truderinger Festwoche nicht dasselbe Schicksal erleidet, wie andere Festwochen in München es schon erlebt haben.“ Danach streifte Blume die „herausragende Leistungsbilanz“ der Bayerischen Staatsregierung und dankte dem „bayerischen Urgestein Dr. Peter Gauweiler, das zur Wahrung unserer Interessen auch keinen Mehrfrontenkrieg gegen Berlin, Brüssel und in Karlsruhe scheut“, für sein Kommen.
Gauweiler nahm sich sodann der europäischen Schuldenkrise und der Bemühungen um die Stabilisierung des Euro an und erläuterte, warum er im Bundestag regelmäßig gegen Hilfspakete und Rettungsschirme gestimmt habe. „Wir können doch nicht eine Billion Haftung übernehmen, wenn wir schon 2,1 Billionen Schulden haben.“ Er warnte vor der Versuchung, Schulden durch bewusste Inflation abzubauen. Der Leidtragende dieser Politik sei „Otto Steuerzahler“. Scharf kritisierte er in diesem Zusammenhang die Banken: „Die Bankenaufsicht hat schwerste Schuld auf sich geladen. Soweit hätte es nie kommen dürfen. Es darf nicht sein, dass deutsche Banken von Leuten geleitet werden, die kein Wort Deutsch können.“
Gauweiler plädierte für einen starken Nationalstaat, der nicht immer mehr Kompetenzen an die Europäische Union abgeben solle: „Der Staat, der sich aufgibt, ist ein Nachtwächterstaat.“ In diesem Zusammenhang ging er auch auf die aktuelle Debatte um die Zukunft der GBW-Wohnungen ein. Es dürfe nicht sein, dass die EU bestimme, was mit dringend benötigten Wohnungsbeständen in bayerischen Städten passiere. Er forderte Staats- und Stadtregierung auf, dieses Thema nicht für Wahlkampfzwecke zu missbrauchen, sondern „gegen die Kompetenzüberschreitung der EU“ gerichtlich vorzugehen. Gauweiler stellte damit auf das eingeleitete Beihilfeverfahren der Europäischen Kommission gegen die Bayerische Landesbank ab.
CSU-Kreisvorsitzender Dr. Georg Kronawitter, der nach seiner Reha erstmals wieder an einer Großveranstaltung teilnahm und dafür immer wieder mit Applaus und Anerkennung bedacht wurde, dankte Gauweiler für seine kämpferische Rede und betonte, jede Fraktion könne sich glücklich schätzen, solch einen Mann in Ihren Reihen zu haben.
7. Mai 2012
CSU Perlach ehrt verdiente Mitglieder
Im Rahmen ihrer letzten Mitgliederversammlung ehrte die CSU Perlach verdiente, langjährige Mitglieder. Ein besonderes Jubiläum feierte dabei Anton Mittner (93), der der Partei bereits seit einem halben Jahrhundert die Treue hält. Die Urkunden und Ehrennadeln wurden überreicht durch den eigens nach Perlach geeilten Münchner CSU-Bezirksvorsitzenden, Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle, MdL, den CSU-Kreisvorsitzenden, Stadtrat Dr. Georg Kronawitter, Bezirkstagsvizepräsidentin Friederike Steinberger und Markus Blume, den Vorsitzenden der Perlacher CSU und örtlichen Landtagsabgeordneten.
mehr„Es gehört zu den guten Traditionen und vermittelt gleichzeitig ein Gefühl lebendiger Geschichte, wenn wir unsere Parteifreunde zu ihren unterschiedlichen Jubiläen beglückwünschen dürfen“, erklärte Kronawitter. Der 37-jährige Markus Blume fügte an: „Einige Mitglieder sind länger in der Partei als ich auf dieser Welt.“ Tatsächlich wurden neben Anton Mittner als goldenem Jubilar Edmund Balzer und Arved Kendler für 40 Jahre CSU-Mitgliedschaft geehrt. Das 25-jährige Jubiläum feierten Michael Kammerloher und Hermann Balzer sowie das Ehepaar Erich und Xenia Fierley, die beide die CSU auch im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach vertreten. „Wir sind stolz auf die Treue unserer Mitglieder“, bekannten Blume, Kronawitter und Spaenle beim Gruppenfoto nach der Ehrungszeremonie.
30. April 2012
Wie geht es weiter mit Europa?
Dr. Peter Gauweiler spricht am 15. Mai 2012, 19 Uhr auf der Truderinger Festwoche
Politik und die Truderinger Festwoche sind untrennbar verbunden. Stoiber, Beckstein, Seehofer – sie alle nutzten eine der letzten innerstädtischen Festwochenveranstaltungen schon als Bühne. In diesem Jahr, das noch immer im Zeichen der Euro-Turbulenzen steht, kommt für die CSU Dr. Peter Gauweiler, MdB, in den Münchner Osten. Er wird am Dienstagabend, den 15. Mai 2012, um 19 Uhr auf dem Festgelände an der Wasserburger Landstraße Ecke Feldbergstraße auftreten und zur aktuellen politischen Lage in Deutschland und Europa sprechen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu herzlich eingeladen. Für musikalische Begleitung sorgen die Tegernbacher Schloßbergmusikanten.
mehr„Wir sind sehr froh, dass wir Dr. Peter Gauweiler für einen Auftritt in Trudering gewinnen konnten“, erklären der CSU-Kreisvorsitzende, Stadtrat Dr. Georg Kronawitter, und der örtliche Landtagsabgeordnete Markus Blume übereinstimmend. Schließlich sei dieser gerade in der aktuellen Debatte um die Zukunft des Euro deutschlandweit ein gefragter Redner. Der Bundestagsabgeordnete des Münchner Südens, der vielen Münchnern noch aus seiner Zeit als Chef des Kreisverwaltungsreferats bekannt ist, hat dabei aus seiner kritischen Haltung gegenüber immer größeren Rettungsschirmen nie einen Hehl gemacht. Im vergangenen Jahr kandidierte er für das Amt des stellvertretenden CSU-Vorsitzenden, unterlag aber knapp gegen Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer.
Blume und Kronawitter rechnen für den 15. Mai mit einem vollen Zelt: „Im Oktober wollten ihn 700 Leute in Haar hören. Damals musste er aber krankheitsbedingt kurzfristig absagen.“ Mit dabei sein werden für die CSU auch der örtliche Bundestagsabgeordnete Herbert Frankenhauser, Bezirkstagsvizepräsidentin Friederike Steinberger sowie die Stadträte Hans Podiuk und Beatrix Burkhardt nebst zahlreichen BA-Mitgliedern.
26. April 2012
Schülerinnen und Schüler aus dem Münchner Osten beim Girls' und Boys' Day im Maximilianeum
Auch in diesem Jahr nahm wieder eine dreiköpfige Schülergruppe aus dem Münchner Osten am Girls‘ und Boys‘ Day der CSU-Landtagsfraktion teil. Auf Einladung von Markus Blume, MdL kamen Melina Gisdakis vom Michaeli-Gymnasium, Lisa Zauber aus dem Städtischen Werner-von-Siemens Gymnasium und Duc Doan Viet vom Städtischen Heinrich-Heine-Gymnasium in den Bayerischen Landtag. Dort diskutierten sie unter Beteiligung von Staatsministerin Christine Haderthauer, MdL und Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Rommel vom bifa Umweltinstitut in zwei Workshops vor allem die Themen „Soziales Engagement“ sowie „Energie“.
mehrIm Laufe des Tages lernten die Schülerinnen und Schüler zudem den parlamentarischen Betrieb im Bayerischen Landtag an einem Plenartag kennen und kamen in der Mittagspause auch mit verschiedenen Abgeordneten und dem Bayerischen Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, MdL ins Gespräch. Markus Blume zeigte sich begeistert vom umfänglichen Wissen der Teilnehmer: „Es ist beeindruckt, wie fundiert und differenziert die Jugendlichen hier in verschiedenen Fragestellungen argumentieren. Trotz ihrer schulischen und häufig auch ehrenamtlichen Belastung setzen sie sich intensiv mit gesellschaftlichen Themen auseinander und scheuen dabei auch nicht die Debatte. Weiter so!“
Der Girls’ und Boys‘ Day ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Jugendliche. Seit dem Start der Aktion im Jahr 2001 haben bei einer stetig steigenden Zahl an Veranstaltungen insgesamt über eine Million Mädchen und Jungen teilgenommen.
2. März 2012
Nächtliche Tempobegrenzung auf der A94 kommt
Auf mehr Nachtruhe dürfen sich die Riemer, Truderinger und Daglfinger Bürgerinnen und Bürger im Umfeld der Autobahn A94 freuen. Der örtliche Landtagsabgeordnete Markus Blume (CSU) erzielte im Ringen um eine Reduzierung der von der Autobahn ausgehenden Lärmbelästigung nämlich jüngst einen großen Erfolg. Innenstaatssekretär Gerhard Eck teilte Blume nun mit, dass die Autobahndirektion Südbayern dort nachts eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 120 km/h anordnen werde. Das Tempolimit, das über die bestehende Streckenbeeinflussungsanlage geschaltet werden wird, soll stadteinwärts kurz vor Riem beginnen und dann in den heute schon bestehenden Trichter der Geschwindigkeitsbeschränkungen ab Moosfeld übergehen.
mehrBlume, der sich im Bayerischen Innenministerium wiederholt für Verbesserungen zugunsten der Anwohner eingesetzt hatte, freut sich für die Bürger im Münchner Osten: „Das nächtliche Tempolimit, für das ich mich eingesetzt hatte, wird in den besonders sensiblen Nachtzeiten eine spürbare Entlastung bringen. Die jüngst aktualisierten Berechnungen zu den Verkehrszahlen zeigen, dass zwar der Verkehr um bis zu 30 % zugenommen hat seit der letzten Zählung, der sogenannte Dauerschallpegel aber immer noch deutlich unter den Lärmgrenzwerten liegt. Da entlang der A94 also vor allem einzelne Lärmereignisse z.B. durch hohe Geschwindigkeiten Betroffenheit verursachen und die Anwohner um den Schlaf bringen, ist eine nächtliche Geschwindigkeitsbeschränkung eine sehr gute Lösung. Im Rahmen der engen gesetzlichen Vorgaben wurde hier zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger das Maximum herausgeholt."
Dementsprechend erteilen die zuständigen Behörden einer weiteren Beschränkung, etwa tagsüber oder auf niedrigere Geschwindigkeiten, auch eine Absage. Trotz des deutlich gestiegenen Verkehrsaufkommens auf der A94 sind nämlich weder die Grenzwerte für bauliche Lärmsanierungen noch die noch höher liegenden Richtwerte für straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen erreicht.
2. März 2012
Anzapfpremiere in der Forschungsbrauerei
Im Rahmen des diesjährigen Starkbieranstichs in der Perlacher Forschungsbrauerei absolvierte Markus Blume als örtlicher Landtagsabgeordneter seine Premiere in puncto Anzapfen. Mit drei Schlägen plus Sicherheitsschlag zapfte Blume das 50-Liter-Holzfass an und eröffnete damit die Perlacher Starkbiersaison. Mitglieder des Festrings Perlach, Ehrengäste der Forschungsbrauerei und örtliche Politiker gehörten danach zu den ersten, denen aus den Händen von Wirt Manfred Silbernagl die erste Maß Forschungs-Starkbier - besser bekannt als St. Jakobus Blonder Bock - serviert wurde.
mehrAuf Nachfrage der Süddeutschen Zeitung gab Blume zu, vor seinem ersten Anzapfen durchaus nervös gewesen zu sein. "Hier hat 1984 schon Franz-Josef Strauß angezapft, und wir hatten in den letzten Jahren beim Anzapfen schon viel erlebt; bei einer Stadträtin musste gar einmal das Fass umgelegt werden." Deshalb ging es für Blume am Abend zuvor zum Üben in den Keller. "Ich hatte gestern eine theoretische Einweisung, aber jetzt fühle ich mich schon für Größeres gewappnet." Der erst im letzten Jahr nach einem Pächterwechsel wieder eröffneten traditionsreichen Perlacher Forschungsbrauerei wünscht Blume eine erfolgreiche Saison mit "schönem Biergartenwetter, gelungenen Veranstaltungen und zahlreichen Gästen". Unter www.forschungsbrauerei.de finden Sie mehr Informationen zur Perlacher Institution "Forschungsbrauerei".
Ein Video vom Anzapfen finden Sie hier.
(Video öffnet bei Youtube)
6. Februar 2012
Wehe, der Hachinger Bach erfriert...
Nach der eisbedingten Überschwemmung des Hachinger Bachs sieht sich Landtagsabgeordneter Markus Blume in seiner Forderung nach einem Hochwassermanagementplan bestärkt. „Das Geschehen samstagfrüh bestätigt zwei Wahrheiten: erstens, ja auch der Hachinger Bach kann Hochwasser führen; zweitens, es ist dringend notwendig, dafür geeignete Flächen fernab bewohnter Gebiete vorzuhalten“, so Blume. Er sei dankbar, dass die Helfer so schnell reagiert hätten und keine größeren Schäden entstanden seien. Man müsse daraus aber Lehren für die Zukunft ziehen.
mehrAm Samstagmorgen war der Hachinger Bach in der Sebastian-Bauer-Straße über die Ufer getreten und hatte Teile der Straße sowie angrenzende Grundstücke geflutet. Binnen weniger Minuten bildete sich eine gefährliche Eisdecke. Grund für die Überschwemmung war nach Angaben von Stadtverwaltung und Wasserwirtschaftsamt Eisbildung am Grund des Bachs. Dieses Grundeis entsteht bei Fluss- und Bachläufen, die keine Verbindung zum Grundwasser aufweisen. Der Wasserzulauf zum Hachinger Bach wurde seitens der Behörden zwischenzeitlich gestoppt, der Bach versickert nun.
Überschwemmungen am Hachinger Bach waren in Perlach vor eineinhalb Jahren auf die Tagesordnung der Politik gekommen, nachdem seinerzeit zwischen Stadtgrenze und Perlacher Bahnlinie ein Überschwemmungsgebiet für den Hachinger Bach vorläufig gesichert wurde. Dieses Konstrukt der „vorläufigen Sicherung“ ist eine wasserrechtliche Auflage, die zunächst jede Baumaßnahme mit einer wasserrechtlichen Prüfung belegt. In Perlach sorgten sich viele Bachanwohner wegen steigender Elementarversicherungsprämien und waren skeptisch, ob eine Überschwemmung am Hachinger Bach überhaupt möglich sei. Ihrem Ärger machten Sie im Juni 2010 auch bei einer CSU-Veranstaltung Luft. Die CSU-Fraktion im Bezirksausschuss stellte daraufhin seinerzeit den Antrag, einen Hochwassermanagementplan zu entwickeln und geeignete Überschwemmungsflächen außerhalb bewohnter Gebiete zu finden. Die Stadt folgte dem Antrag zwar, bearbeitet wird das Thema aber nur in einer Arbeitsgruppe mit den Umlandgemeinden. Derzeit wird ein Gutachten zur Eignung von Retentionsflächen erstellt.
Blume fordert abseits des Gutachtens nun schnellere Maßnahmen. So regt er an, den Wasserzulauf ab Erreichen bestimmter kritischer Grenzwerte, etwa gemessener Tiefsttemperaturen oder längerer Frostperioden, automatisch zu stoppen.
Einen Bericht zur Überschwemmung am Wochenende lesen Sie auch hier: http://www.merkur-online.de/lokales/stadt-muenchen/eis-stau-bach-tritt-ueber-ufer-1589635.html?cmp=defrss
31. Januar 2012
Neujahrsempfang für Aktivbürger im Münchner Osten
Rund 300 Gäste folgten auch in diesem Jahr wieder der Einladung von Markus Blume, MdL und kamen zum Neujahrsempfang der CSU München-Ost. Gemeinsam gaben sie in den Räumlichkeiten des ICM Messe München ein Abbild der Gesellschaft im Münchner Osten. So waren Vertreter von Kirchen, Sozialverbänden, Sportvereinen und Kultureinrichtungen ebenso gekommen wie Angehörige von Polizei und Feuerwehr, Repräsentanten lokaler Unternehmen und Engagierte aus dem Schul- und Bildungsbereich. Ihnen dankte der Bayerische Finanzminister Dr. Markus Söder, MdL in einer kurzweiligen Festrede für ihr Engagement und hob die Bedeutung der „Gutmenschen“ für das besondere bayerische Lebensgefühl hervor.
mehrAls „feste Größe im Kalender“ der Ehrenamtlichen des Münchner Ostens bezeichnete Blume den Neujahrsempfang in seiner Begrüßung und freute sich, dass jedes Jahr mehr Gäste kämen. Mittlerweile müsse man schon ins Kongresszentrum ausweichen, scherzte er und verband damit einen Dank an Messechef Klaus Dittrich und dessen Team für ihre Gastfreundschaft. Dittrich erwiderte, dass der Messe München GmbH sehr viel an einem guten Miteinander im Münchner Osten läge und gab einen Einblick in die Erfolgsgeschichte der Messe am Standort Riem. Die schieren Quadratmeterzahlen von Messen wie der ISPO oder der bauma versetzten dabei viele Zuhörer ins Staunen.
Auch der Bayerische Finanzminister erklärte, die Anwesenden könnten stolz sein – auf die Messe einerseits, aber ganz besonders auf ihre eigene Leistung, die sie als „Gutmenschen“ im Münchner Osten erbrächten. Es sei keineswegs selbstverständlich, mehr für die Gesellschaft zu tun als nur Steuern zu zahlen. Genau das aber mache das spezielle bayerische Heimatgefühl aus, „das jeder von uns kennt“. Söder spannte in seiner Rede einen weiten finanzpolitischen Bogen, der vom Länderfinanzausgleich über die Schuldentilgung des Freistaats bis hin zur Schuldenkrise mancher Euro-Staaten reichte. Dabei sprach er sich klar gegen eine Vergemeinschaftung von Schulden aus, die nur dazu dienen solle, das Vertrauen der Finanzmärkte zu gewinnen. „Haben wir denn Vertrauen in die Finanzmärkte?“ Söder warb für Vertrauen in die Politik und bekannte, man habe „sehr gute Entscheidungen getroffen und fast gute“, wichtig sei aber, in stürmischen Zeiten einen guten Kompass zu haben.
Im Anschluss an die Reden kamen die Gäste bei Speis und Trank und musikalischer Begleitung durch ein Quintett des Truderinger Musikvereins noch lange zu Gesprächen zusammen. Dabei standen auch die örtlichen CSU-Mandatsträger, unter Ihnen Bundestagsabgeordneter Herbert Frankenhauser, Bezirkstagsvizepräsidentin Friederike Steinberger, Stadträtin Beatrix Burkhardt sowie zahlreiche Mitglieder aus den Bezirksausschüssen Ramersdorf-Perlach bzw. Trudering-Riem für Fragen zur Verfügung. Den CSU-Kreisvorsitzenden und Stadtrat Dr. Georg Kronawitter hatte Blume schon eingangs krankheitsbedingt entschuldigt. Zum Abschied gab es ein Versprechen: „Wir sehen uns spätestens Anfang nächsten Jahres.“
28. November 2011
Bürgerdialog Bildung: Engagierte Diskussion mit Kultusminister Spaenle
„Die Stimmungslage in der Bildungspolitik nähert sich der Faktenlage an“, war nach dem Bürgerdialog Bildung am vergangenen Donnerstag im Facebook-Status von Markus Blume zu lesen. Tatsächlich waren zwar über 100 Teilnehmer zur Veranstaltung mit dem bayerischen Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle ins Leiberheim gekommen, der große Unmut blieb im Gegensatz zur letzten Veranstaltung vor zwei Jahren aber aus. Unterrichtsausfall, der Ausbau der Ganztagsbetreuung und die Reduzierung der Prägewirkung der sozialen Herkunft bleiben Hausaufgaben, die sich der Minister selbst aufgibt, dabei aber zuversichtlich ist.
mehrSpaenle verwies zum Einstieg auf die wenige Tage zuvor erschienene Bertelsmann-Studie als „wichtige Momentaufnahme“. Sie zeige, dass Bildung quer durch Bayern gut gelinge und der Freistaat mit großem Abstand Bildungsspitzenreiter in Deutschland sei. Mit Blick auf die zwischenzeitlich abgeschlossenen Umbaumaßnahmen im bayerischen Schulsystem – G8, Mittelschule und Co. – erklärte der Minister, dass es nun um Qualitätssicherung gehe. Dabei nannte er den Ausbau der Ganztagsangebote und die Bekämpfung des Unterrichtsausfalls als Schwerpunkte, wies aber auch auf das bereits Erreichte hin. So seien schon heute an über 90% der Grundschulen Mittags- bzw. Ganztagsangebote vorhanden, und seit Schuljahresbeginn stehe für die bayerischen Gymnasien eine mobile Reserve zur Verfügung, wie es sie bisher nur an Volksschulen gegeben hätte. Daneben werde derzeit bayernweit ein Best-Practice Katalog entwickelt, wie Schulen mit schulorganisatorischen Maßnahmen Unterrichtsausfall bekämpfen könnten.
Bei der Reduzierung der Klassenstärken, dem Ausbau der Ganztagsangebote und der barrierefreien Erschließung der Schulen nahm Spaenle auch die kommunalen Sachaufwandsträger in die Pflicht. Das Kultusministerium fördere gerade im Zusammenhang mit der Ganztagsbetreuung Baumaßnahmen extra, doch für den Bau seien die Kommunen verantwortlich. Kritik übte er dabei an der Landeshauptstadt München. Die Gymnasien in Trudering und Gaimersheim seien von seinem Vorgänger fast zeitgleich genehmigt worden. „Das in Gaimersheim läuft bereits, während in Trudering erst das Fundament betoniert wird.“
Hinsichtlich des Übertritts und der Debatte um das dreigliedrige Schulsystem legte Spaenle ein klares Bekenntnis für das differenzierte System ab: „Jedem das Gleiche anzubieten, ist meines Erachtens Retropädagogik des 20. Jahrhunderts. Wir müssen unterschiedliche Wege eröffnen; so unterschiedlich wie Menschen sind.“ Statt das System zu verändern, wolle er die Durchlässigkeit und die Kommunikation unter den Schularten erhöhen. Der Minister kündigte in diesem Zusammenhang an, den Modellversuch der flexiblen Grundschule 2012 auf 80 Grundschulen auszudehnen. Die „explodierenden Zahlen“ bei der Wahl der zweiten Fremdsprache an den Realschulen zeigten zudem die hohe Akzeptanz, die mittlerweile für alternative Wege zur Hochschulreife vorhanden sei.
Zu den Diskussionspunkten Lehrerausbildung und Durchgängigkeit der Didaktik präsentierte Spaenle das Konzept der eigenverantwortlichen Schule, das den einzelnen Schulen mehr Kompetenzen in den Bereichen pädagogische Entwicklung, Personalentwicklung und Budgethoheit einräume. Auch der Lehrplanreform, die seitens der Elternschaft angemahnt wurde, widmete sich Spaenle. Die Lehrpläne aller Schularten würden derzeit in enger Abstimmung mit dem Landesschulbeirat überarbeitet, und es werde mehr Wert auf das Erlernen von Kompetenzen und analytischen Fähigkeit gelegt.
Spaenle und Blume stimmten abschließend überein, dass sich die Milliardeninvestitionen und die gezielten Weichenstellungen im Sinne von „Bester Bildung für alle“ auszahlten. Viele Eltern bestätigten diese Einschätzung nach der Veranstaltung und ermunterten die Abgeordneten und anwesenden Stadträte, im Einsatz für Bildung nicht nachzulassen.
21. November 2011
Vorlesemarathon für Markus Blume
Im Rahmen des bundesweiten Vorlesetags machte sich der direkt gewählte Landtagsabgeordnete des Münchner Ostens, Markus Blume, jüngst wieder auf, um zahlreichen Kindern Lust am Lesen zu vermitteln. Dabei absolvierte er in diesem Jahr einen wahren Vorlesemarathon und besuchte neben den Grundschulen Lehrer-Götz-Weg, Markgrafenstraße und Rennertstraße auch die Kindertagesstätte am Klara-Ziegler-Bogen. Die Reaktion war überall ähnlich: Kinder mit großen Augen, die in spannenden Momenten mit offenen Mund auf ihren Stühlen hin und her rutschten und am Ende „noch eine Geschichte“ forderten.
mehrBlume war jedoch nicht der einzige, der am 18. November 2011 vorlas. Deutschlandweit machten über 11.000 Personen, unter Ihnen auch zahlreiche Prominente, bei der von der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn initiierten Veranstaltung mit. Ziel des seit 2004 jährlich stattfindenden Aktionstages ist es, beim Nachwuchs Begeisterung für das Lesen zu wecken. Blume dazu: „Digitale Medien dominieren heute zunehmend, auch bei Kindern. Dabei ist es nicht nur ein ganz anderes Gefühl, ein Buch in der Hand zu haben, es fördert nachweislich auch die Phantasie und Kreativität der Heranwachsenden.“
Um der jeweiligen Vorlesestunde auch die nötige Nachbereitung zu geben, war es selbstverständlich, dass die einzelnen Lehrer beziehungsweise Betreuer die Literatur selbst aussuchten. So entstand ein buntes Sammelsurium aus „Schulgeschichten vom Franz“, „Rita das Raubschaf“ und dem Klassiker „Oma, ruft der Frieder“.
Am Rande seiner Schulbesuche nahm sich Blume noch Zeit für Gespräche mit den Lehrerinnen und Lehrern und versprach – eingedenk deren positiver Rückmeldungen – auch eine Teilnahme am Vorlesetag 2012. „Ich mache das gerne und versuche auch im nächsten Jahr wieder möglichst viele Klassen zu erreichen“, so der Abgeordnete, der selbst Vater zweier Kinder ist.
29. Oktober 2011
Blume ehrt Mitglieder des Kulturkreises Ramersdorf-Perlach e.V.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Kulturkreises Ramersdorf-Perlach e.V. am 29.10.2011 überreichte Markus Blume, selbst Mitglied im Kulturkreis, drei langjährigen Vorstandsmitgliedern die Urkunde „München dankt!“ der Landeshauptstadt München. Geehrt wurden neben dem Vorsitzenden des Kulturkreises, Erwin Bohlig, die stellvertretende Vorsitzende Gertrud Schermer und Pauline Obernhuber, die seit Jahren den Kartenvorverkauf für die Kulturkreis-Veranstaltungen betreut.
mehrIn seiner Laudatio würdigte Blume den Einsatz der drei Ausgezeichneten, die zusammen jährlich über 1.000 unbezahlte, ehrenamtliche Arbeitsstunden in die Organisation der Kulturkreis-Veranstaltungen investieren: „Ihr habt Hochkultur nach Perlach gebracht, das Programm spricht für sich. Und, Ihr habt auch das Politische auf humoristische Art näher gebracht.“ Dabei erinnerte Blume exemplarisch an Kabarett-Veranstaltungen mit Wolfgang Krebs alias Edmund Stoiber oder Auftritte von Münchens Oberbürgermeister Christian Ude als „Der doppelte Ude“. Blume dankte Bohlig, mit dem er seit 2002 auch gemeinsam im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach arbeitet, zudem für die jährliche Organisation von Stadtteilfesten wie dem Kultursommertag. „Jede einzelne Veranstaltung ist eine Bereicherung für den Münchner Osten und die Organisation durch den Kulturkreis steht wie ein Gütesiegel für Qualität.“ „München dankt! – Die Auszeichnung für bürgerschaftliches Engagement“ sei hier genau richtig, denn sie „würdigt das, was die Gesellschaft am Ende zusammenhält, nämlich das Engagement von vielen Einzelnen“, schloss Blume und überreichte – verbunden mit persönlichem Dank – die die Urkunden.
Hintergrundinfo zum Kulturkreis Ramersdorf-Perlach:
Der Kulturkreis Ramersdorf-Perlach e.V. wurde 1992 gegründet und führte seither nach eigenen Angaben über 600 Einzelveranstaltungen mit rund 150.000 Besuchern durch. Dabei arbeitet der Kulturkreis eng mit dem Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach sowie mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München zusammen. Ziel des Kulturkreises ist es, Menschen in Mitten des 16. Stadtbezirks Kultur zu bezahlbaren Preisen näher zu bringen. Über die Jahre entwickelte sich daraus ein renommierter Verein, der auch Showgrößen wie Bruno Jonas, Ottfried Fischer oder Chris Boettcher in die Veranstaltungshalle an der Quiddestraße lockt. Die Website des Kulturkreises bietet mehr Informationen und hält stets das aktuelle Programm bereit.
22. Oktober 2011
Wir müssen Integration gestalten – Münchner Osten als Vorbild
Knapp 50 Gäste folgten vergangenen Dienstag der Einladung des Landtagsabgeordneten Markus Blume und der CSU München-Ost und diskutierten in der Perlacher Forschungsbrauerei gemeinsam mit dem Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Martin Neumeyer, MdL, wie Integration heute und in Zukunft gelingt. Dabei stellte Neumeyer gleich zu Beginn klar: „Die Mehrheit der Zuwanderer ist bei uns integriert.“ Dennoch dürfe man aber in den Bemühungen nicht nachlassen und müsse auch die Debatte ermöglichen. Er betonte, es gäbe keinen Königsweg für Integration, wohl aber Leitplanken, die Orientierung böten.
mehrSchon bei der Begrüßung durch Markus Blume wurde deutlich, wie vielfältig Integration ist und wie viele Gruppen daran beteiligt sind. So waren der Einladung neben Mitgliedern islamischer Kultureinrichtungen wie der Salih Sanli Stiftung oder dem Deutsch-Islamischen Kulturverein Ottobrunn auch Lehrer gefolgt, die Deutsch als Zweitsprache unterrichten oder an ihren Schulen als Integrationsbeauftragte fungieren. Zu ihnen gesellten sich Vertreter von Sozialverbänden und Polizei sowie parteiübergreifend Mandatsträger aus Stadtrat und Bezirksausschuss. Neumeyer setzte zunächst bei der Bildung an. „Wenn Sprache die Wurzeln sind, ist Bildung der Baum“, fasste er es plakativ. Allein wegen des demographischen Wandels könne man es sich nicht leisten, die Talente von Kindern mit Migrationshintergrund brach liegen zu lassen. Dabei müsse das Kind im Vordergrund stehen, doch auch die Eltern seien in die Pflicht zu nehmen, beispielsweise über den Weg einer Elternschule. Eine Aussage, die bei den anwesenden Lehrern Unterstützung fand. Sie stellten ihre eigenen Projekte vor und sprachen sich dafür aus, etwa mit einem verpflichtenden letzten Kindergartenjahr die Kinder noch besser auf den Schulalltag vorzubereiten. Gleichzeitig appellierten sie an die Landtagsabgeordneten, dass der Integrationsaspekt künftig schon bei der Lehrerausbildung an den Universitäten mehr Berücksichtigung finden müsse. Nicht unerwähnt blieben auch Themen wie Moscheebau oder die Stellung der Frau, da von Anwesenden gerade mit Blick auf die erste Zuwanderergeneration eine häufige Dominanz des Mannes kritisiert wurde. Neumeyer stellte klar: „Wir integrieren Menschen, keine Nationen und keine Religionen. Unsere Leitplanken sind Werte und Regeln wie Demokratie oder Gleichberechtigung.“ Der Kehlheimer Landtagsabgeordnete, der seit 2008 Bayerns erster Integrationsbeauftragter ist, warb aber auch hier für einen Dialog der Kulturen: „Wir müssen den Menschen auch sagen, in was sie sich integrieren sollen.“ Blume, der von Seiten der islamischen Kultureinrichtungen und der Integrationsbeauftragten Dank und Lob für die Veranstaltung erntete, erklärte, die CSU werde sich diesem Dialog stellen. In jedem Fall sei der Münchner Osten ein positives Beispiel für gelingende Integration.
Videoeindruck der Veranstaltung.
(Video öffnet bei YouTube).
Süddeutsche Zeitung berichtet über Veranstaltung mit Martin Neumeyer, MdL
In Ihrer heutigen Ausgabe berichtet die Süddeutsche Zeitung über die Veranstaltung von Markus Blume, MdL und der CSU München-Ost mit dem Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Martin Neumeyer, MdL. Der Bürgerdialog stand unter dem Titel "Integration im Spannungsfeld zwischen Islam und Mehrheitsgesellschaft" und fand am Dienstag, 18.10.2011, in der Forschungsbrauerei in Perlach statt.
Hier der Zeitungsartikel im Originalwortlaut:
mehrBildung hat Priorität
Bayerns Integrationsbeauftragter spricht in der Forschungsbrauerei
Perlach - 'Integration ist kein permanentes Straßenfest.' Der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Regierung, der Kehlheimer CSU-Angeordnete Martin Neumeyer, ist für klare Worte und für offene Diskussionen. Das betonte er in seinem Vortrag 'Integration im Spannungsfeld zwischen Islam und Mehrheitsgesellschaft', den er auf Einladung des örtlichen Abgeordneten Markus Blume in der Perlacher Forschungsbrauerei hielt. Seinen Posten - ein reines Ehrenamt - habe er dem Koalitionsvertrag mit der FDP zu verdanken: 'Ich bin ein Pilotprojekt.' Rund ein Drittel der Kinder unter drei Jahren in Bayern habe 'Migrationshintergrund' - einen weniger bürokratisch klingenden Begriff habe er noch nicht gefunden. Angesichts des demografischen Wandels sei es nötiger denn je, sie zu integrieren.
Jenseits aller Moschee- und Minarettdiskussionen ('Wir würden heute auch keine Wieskirche mehr bauen') sei Bildung dafür am wichtigsten. Neumeyers Vorschlag: 'Elternschulen gründen.' Die Mütter und Väter müsse man vertraut machen mit dem Schulsystem und seinen Standards, und zwar an einem neutralen Ort, etwa den Volkshochschulen. Willkommen sei, wer Werte wie Demokratie, Freiheit, Gleichberechtigung bejahe: 'Jeder andere hat das falsche Land gewählt.'
Mirsad Nisic, im Rahmen eines Modellversuchs Islamlehrer an der Pfanzeltschule, beschrieb die gute Zusammenarbeit aller Konfessionen und das harmonische Zusammenleben der Kinder. Er hofft, dass der Freistaat dieses Projekt weiterführt: 'Es ist ein Baustein.' Größere Probleme sahen Silke Douglas-Kloninger und Zeljko Babic, beide Integrationsbeauftragte am Michaeligymnasium. In den fünften Klassen gebe es 40 Prozent zweisprachige Kinder, zum Abi aber schafften es nur zehn Prozent. Viele seien mündlich sehr gut, im schriftlichen nicht gut genug. Für Bücher zur Vorbereitung des 'Sprachbegleitungskurses' an der Schule aber mussten die beiden den Elternbeirat anbetteln und dennoch das meiste selbst anschaffen. Die Integrationsbeauftragten forderten, bereits in der Lehrerausbildung, mehr Gewicht auf 'Deutsch als Zweitsprache' zu legen.
Günter Jokisch, Vize-Kreisvorsitzender des VdK, richtete sein Augenmerk auf die Senioren: Viele träten beim VdK ein, wenn sie Beratung brauchen, und dann gleich wieder aus: 'Wir fühlen uns missbraucht', sagte er. 'Und wenn, dann kommen nur die Männer. Wir sehen keine Frauen.' Dabei seien gerade sie von Altersarmut besonders bedroht.
Bünyamin Gedic von der Sanli-Moschee an der Carl-Wery-Straße warb um Verständnis für die ältere Generation der Einwanderer, ebenso wie ein Vertreter des deutsch-islamischen Vereins in Ottobrunn: Jüngere wie er seien integrationsbereit. Muslimische Gäste der Veranstaltung hatten kleine Koranausgaben auf Deutsch für alle Gäste mitgebracht und einer bat, 'im Herzen ein kleines Türchen aufzumachen für den Islam'. Neumeyer betonte die Trennung von Religion und Staat. Er lud alle Migranten ein: 'In den VdK, in den Sportverein, in die CSU.'
Quellennachweis: Renate Winkler-Schlang, Süddeutsche Zeitung, Ausgabe München-Süd, 20.10.2011, Seite 10
Einen Videoeindruck von der Veranstaltung finden Sie hier.
Lesen Sie auch den Website-Artikel dazu.
Könnten die Müllgebühren in München niedriger sein?
Diese Frage stellt sich für Markus Blume angesichts eines mittlerweile seit über zwei Jahren schwelenden Streits zwischen Waldperlacher Bürgern und dem Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM). Blume sah sich jüngst sogar veranlasst, beim Regierungspräsidenten von Oberbayern eine Sonderprüfung des AWM als kommunaler Eigenbetrieb zu beantragen. Der Ausgang ist ungewiss, die Indizien, die Blume vorliegen, deuten jedoch zumindest auf erklärungsbedürftige Umstände und Praktiken hin.
mehrVor über zwei Jahren kamen Waldperlacher Bürger auf Markus Blume als örtlichen Landtagsabgeordneten zu und reklamierten aus Ihrer Sicht überhöhte Gebührenbescheide für die Müllentsorgung. Blume verwies Sie mangels politischer Handhabe zunächst auf den Rechtsweg. Bald stellte sich jedoch heraus, dass man dabei offenbar in ein Wespennest gestoßen hat. So entzog sich der Abfallwirtschaftsbetrieb selbst nach mehrfacher gerichtlicher Aufforderung der umfassenden Akteneinsichtnahme durch die Kläger und hob stattdessen lieber einen förmlichen Gebührenbescheid nachträglich auf. Blume dazu jüngst der Presse gegenüber: „Es ist skandalös, wenn ein kommunaler Eigenbetrieb lieber auf Gebühren verzichtet als seine Buchführung offenlegt. Vertrauen in die eigene korrekte Buchführung sieht anders aus.“ Nicht nur die Gebührenkalkulation muss auf den Prüfstand, sondern noch weitere Aspekte, die sich im Zuge des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens aufgetan haben, etwa überdurchschnittlich hohe Zuführungen zu Rückstellungen.
Längst wittert der Abgeordnete System hinter den Vorgängen, denn schon länger wird von verschiedenen Seiten gemutmaßt, dass die Müllgebühren in München deutlich überhöht sind. Blume: „Es steht der Verdacht im Raum, dass eine systematische Kleinrechnung von Gewinnen des Abfallwirtschaftsbetriebs zum Schaden der Gebührenzahler stattfindet und die kommunalen Eigenbetriebe der Landeshauptstadt neben Ihrer Daseinsvorsorge für die Bürger auch die Funktion von Finanz-Rangierbahnhöfen für die rot-grüne Stadtregierung übernehmen.“
Das Ergebnis der von Blume angemahnten umfassenden aufsichtsrechtlichen Prüfungen bleibt nun abzuwarten. Markus Blume wird an dieser Stelle weiter berichten.
Hochwasserschutz am Hachinger Bach macht Fortschritte
Im Auftrag der Oberliegergemeinden des Hachinger Bachs und des Referats für Umwelt und Gesundheit der Landeshauptstadt München (RGU) wird bis etwa Frühjahr 2012 ein Gutachten erarbeitet, das zum Ziel hat, die technisch möglichen und tauglichen Retentionsflächen sowie deren Wirksamkeit entlang des Hachinger Bachs zu ermitteln. Parallel dazu wird einer Projektgruppe aller Beteiligten eingerichtet, die das Verfahren begleitet. Das ist die Antwort, die der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach jüngst auf einen Antrag der CSU-Fraktion aus dem letzten Jahr erhielt. Sie entspricht genau dem Wunsch nach einem mit den Oberliegergemeinden abgestimmten Hochwassermanagementplan, den die CSU formuliert hatte, als seinerzeit bekannt wurde, dass entlang des Hachinger Bachs zwischen Stadtgrenze und Perlacher Bahnlinie ein Überschwemmungsgebiet vorläufig gesichert wurde.
mehrGroß war die Irritation und Skepsis im letzten Jahr in Perlach, als man über das rechtliche Konstrukt einer vorläufigen Sicherung eines Überschwemmungsgebiets entlang des Hachinger Bachs informiert wurde. Der damals vorgelegten Kartierung zufolge befänden sich nämlich zahlreiche Grundstücke rechts und links des Hachinger Bachs im Überschwemmungsgebiet, selbst wenn sie zum Teil einige hundert Meter entfernt liegen. Denn erst der Bahndamm fungiert für Fachleute als natürliche Barriere gegen eine weitere Ausbreitung des Hochwassers. Dabei kann sich bis heute kaum jemand vorstellen, wie aus dem beschaulichen Hachinger Bach ein reißender Strom werden soll.
Deshalb informierten im vergangenen Jahr die Experten des Wasserwirtschaftsamts, des städtischen Referats für Umwelt und Gesundheit (RGU) und des städtischen Baureferats sowohl im Rahmen einer Sitzung des Bezirksausschusses Ramersdorf-Perlach als auch bei einer Veranstaltung der Perlacher CSU über Ursachen und Folgen einer vorläufigen Sicherung als Überschwemmungsgebiet. Sie wiesen darauf hin, dass ihre Berechnungen dem vorbeugenden Hochwasserschutz dienten und auf ein Hochwasser ausgelegt sei, wie es in 100 Jahren statistisch einmal auftritt. Ein schwacher Trost für die betroffenen Anwohner – sie fürchteten infolge der Ausweisung als Überschwemmungsgebiet steigende Versicherungsprämien und beklagten die infolge der vorläufigen Sicherung erschwerten Auflagen und notwendigen Prüfungen bei baulichen Veränderungen an ihren Grundstücken.
Schnell war man sich daher einig, dass beim Hochwasserschutz alle an einem Strang ziehen müssen und ein Überschwemmungsgebiet mitten im dicht besiedelten städtischen Gebiet die „denkbar schlechteste Lösung sei“, wie es der örtliche Landtagsabgeordnete Markus Blume damals formulierte. Deshalb beantragte die CSU im Bezirksausschuss ein abgestimmtes Vorgehen aller betroffenen Gemeinden entlang des Hachinger Bachs. Dass dem nun entsprochen wird, freut Blume. Er hofft nun auf schnelle Ergebnisse: „Für die betroffenen Anwohner ist jedes Jahr ein verlorenes Jahr. Und dass der Hochwasserschutz wichtig ist, auch an vermeintlich kleinen Gewässern wie dem Hachinger Bach, bekommen wir leider jedes Jahr wieder vor Augen geführt.“
Durchbruch für großen Feuerwehrführerschein
Am vergangenen Freitag machte nach dem Bundestag auch der Bundesrat den Weg frei für eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes. Diese erlaubt den Ländern künftig, die sogenannten Feuerwehrführerscheine nach einer organisationsinternen Ausbildung und Prüfung auch für Einsatzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen zu erteilen. Damit reicht bei Feuerwehren, Rettungsdiensten, Angehörigen des Technischen Hilfswerks und Katastrophenschutzhelfern künftig ein normaler PKW-Führerschein zum Führen von Einsatzfahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen. Der örtliche Landtagsabgeordnete Markus Blume begrüßt die Novelle und nennt sie einen „Sieg der Vernunft“. „Für die vielen ehrenamtlichen Helfer bei den verschiedenen Diensten wird nun endlich eine Hürde bei der Nachwuchsgewinnung und –ausbildung abgebaut. Das hilft auch unseren sechs Freiwilligen Feuerwehren, dem THW und dem Roten Kreuz im Münchner Osten“, freut sich Blume.
mehrSeit der Reform des Führerscheinwesens 1999 war es Personen, die die PKW-Fahrerlaubnis nach 1999 erwarben, nur noch gestattet, Fahrzeuge bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen zu führen. Zuvor erstreckte sich die frühere Führerscheinklasse 3 auf bis zu 7,5 Tonnen. Diese Einschränkung, die seinerzeit aus Verkehrssicherheitserwägungen eingeführt wurde, erwies sich im ehrenamtlichen Rettungswesen alsbald als Problem. Gerade junge Nachwuchskräfte durften zahlreiche Rettungsfahrzeuge nicht mehr lenken. Die Problematik verschärfte sich auch dadurch, dass angesichts der technischen Entwicklung die Fahrzeuge in den letzten Jahren zunehmend schwerer wurden. Daher entschied man sich bereits 2009 zu einer ersten Ausnahmeregelung, dem sogenannten „kleinen“ Feuerwehrführerschein. Er erlaubte betroffenen Helfergruppen nach einer internen Ausbildung das Führen von Fahrzeugen bis 4,75 Tonnen. Auf weitergehende Ausnahmen konnte man sich damals jedoch nicht verständigen.
Die jetzige Neuregelung muss nun noch in Landesrecht überführt werden, wobei dies in Bayern schnellstmöglich der Fall sein soll, wie Markus Blume versichert: „Wir werden da mit Hochdruck an einer Umsetzung arbeiten, im Herbst sollen die ersten ‚großen‘ Feuerwehrführerscheine schon ausgeben werden.“ Der Abgeordnete begrüßte am Freitag die neue unbürokratische Regelung, kritisierte aber auch, dass es seit der Änderung der Führerscheinklassen nun zehn Jahre gedauert habe, bis man zu dieser Lösung gekommen sei: „Man stelle sich vor, jemand hätte einige tausend Euro in einen LKW-Führerschein investieren müssen, nur um im Notfall anderen Menschen unter Einhaltung aller Vorschriften helfen zu dürfen.“
23. Mai 2011
Blume stellt Konzept der CSU-Landtagsfraktion vor und veranstaltet energiepolitische Bürgersprechstunde
Seit der Katastrophe von Fukushima besteht politischer Konsens, dass die Energiewende und der schon zuvor beschlossene Ausstieg aus der Kernkraft in Deutschland beschleunigt werden müssen. Vergangene Woche präsentierte dazu die CSU-Landtagsfraktion unter dem Titel „e-Bavaria“ ihre energiepolitischen Leitlinien. Einer der Hauptautoren war dabei der Landtagsabgeordnete des Münchner Ostens, Markus Blume. Er wirbt für e-Bavaria als „Konzept, das Emotionalität und Rationalität in der Energiepolitik zusammenführt und gleichzeitig eine neue Form der Beteiligung der Öffentlichkeit einschlägt, um die Bürger tatsächlich mitzunehmen“.
Dementsprechend möchte Blume nun auch in seinem Stimmkreis den Dialog führen und lädt für Freitag, 27. Mai 2011, in der Zeit zwischen 13 und 15 Uhr zur telefonischen Energiesprechstunde ein. Interessenten erreichen den Abgeordneten unter 089/67920082 für Ihre Anregungen, Meinungen und Ideen. Das Konzeptpapier zu e-Bavaria selbst finden Sie hier. Per E-Mail an stimmkreis (at) markus-blume.de sind auch schriftliche Äußerungen möglich. „Ich freue mich über jeden Zuruf“, so Blume.
Lesen Sie, was sich hier e-Bavaria verbirgt...
mehrDas sechszehnseitige e-Bavaria-Konzept bildet die Leitlinien der CSU-Landtagsfraktion für die Energiewende ab und ist Ergebnis vieler langer Sitzungen in den vergangenen Wochen. Zunächst arbeitet es die Ziele heraus, die es auf dem Weg von nuklearer und fossiler Energieerzeugung hin zu erneuerbarer Energiegewinnung zu berücksichtigen gilt. Verkürzt gesagt sind dies: Versorgungssicherheit, Klimafreundlichkeit, Bezahlbarkeit und Wirtschaftlichkeit.
Darauf aufbauend stellt e-Bavaria ein gesamtkonzeptionelles Maßnahmenpaket dar, das einen aus Sicht der CSU-Landtagsfraktion gangbaren Weg zur Energiewende aufzeigt. So möchte e-Bavaria zunächst Anreize zum Energiesparen setzen, etwa durch Landesförderprogramme für energetische Gebäudesanierungen oder Erleichterungen bei der steuerlichen Abzugsfähigkeit entsprechender Handwerksleistungen. Dabei adressiert e-Bavaria nicht nur private Hausbesitzer, sondern fordert auch eine Vorreiterrolle des Staates bei staatlichen Gebäuden ein und gibt Denkanstöße für Anreizsetzungen für Industrie und Mittelstand. Durch ein flächendeckendes intelligentes Stromnetz, ein sogenanntes Smart Grid, sollen zusätzlich Verbrauchsspitzen künftig abgefedert werden. Mit einem durchgängigen Smart Grid wäre Bayern gleichzeitig Vorreiter in ganz Europa.
Für die Stromerzeugung selbst möchte e-Bavaria erneuerbaren Energien klar die Vorfahrt einräumen. So sollen durch eine Überarbeitung der Landesplanung Flächen künftig leichter für Windkraft- oder Photovoltaikanlagen ausgewiesen werden können. Auch bisher ungenutzte Potenziale der Wasserkraft und Geothermie sollen ausgenutzt werden und Biomasse einen Beitrag zur Grundlastfähigkeit der Erneuerbaren leisten. Die letzten Kernkraftwerke sollen in einem Zeitkorridor bis 2022 vom Netz gehen, eine Revisionsklausel sichert dabei einen dynamischen Prozess, der je nach Stand des Ausbaus der erneuerbaren Energien auch früheres Abschalten ermöglicht.
Ein weiterer Kernpunkt von e-Bavaria ist die Intensivierung und Vernetzung von Forschungsbemühungen auf dem Gebiet der Speichertechnologien. Bayern soll Vorreiter für Speichertechnologien werden und sich damit auch internationale Exportchancen sichern. Hinsichtlich der Speicherkapazitäten spricht sich Blume als Mitautor etwa dafür aus, in einem Speicheratlas die Potenziale Bayerns zu benennen. Große Chancen sieht Blume zudem in der Herstellung von synthetisch erzeugtem Erdgas aus Erzeugungsspitzen der Erneuerbaren, die nicht anderweitig gespeichert werden können. Bayern solle dazu eine Ökogasinitiative starten. Schließlich nimmt das e-Bavaria Papier auch die Elektromobilität in den Blick und nennt Maßnahmen, die Bayern zum Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität machen sollen.
Damit die erarbeiteten Leitlinien sich auch in der Umsetzung wiederspiegeln und die Energiewende gleichzeitig nicht von bürokratischen Unwägbarkeiten gebremst wird, schlägt das Papier eine zweigleisige Strategie vor: einerseits sollen Verantwortung und Kompetenzen klar und nachvollziehbar gebündelt und Fortschritte regelmäßig evaluiert werden, andererseits wird lokales Engagement einzelner Kommunen und regionaler Planungsverbände ausdrücklich begrüßt und gefördert.
Blume machte bei der Vorstellung des Konzepts vergangene Woche im Landtag deutlich, dass man es sich nicht leicht gemacht habe beim Ringen um den richtigen Pfad und das Abwägen von Zielkonflikten. Die Energiewende sei eben nicht per Knopfdruck zu erreichen; wer anderes behaupte, sage den Menschen nicht die Wahrheit. Er sieht e-Bavaria dank der darin enthaltenen wirtschafts- und standortpolitischen Überlegungen im Einklang mit nachhaltiger Energiepolitik in einer Linie mit Strauß‘ Industrialisierung und Stoibers High-Tech Offensive: „Es entwickelt Bayern autark weiter. Wo andere neue Abhängigkeiten schaffen, ist e-Bavaria Bayerns Zukunftsoffensive 3.0.“ Nun gelte es, die Bevölkerung mitzunehmen und zu ermuntern, dass jeder seinen eigenen Beitrag leistet. In diesem Sinne freut sich der Abgeordnete auf den Dialog mit der Bevölkerung seines Stimmkreises. „Wir brauchen ein klares Bekenntnis der gesamten Gesellschaft zur Energiewende. Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat mit e-Bavaria dieses Zeugnis abgelegt und verstärkt ihre schon vor Fukushima eingeschlagenen Bemühungen hin zu einer auf regenerativen Energien beruhenden, autarken Energieversorgung Bayerns.“
9. Mai 2011
Rosen, Halbzeitbilanz und Bürgersprechstunde
Auch in diesem Jahr dankte die Perlacher CSU im Rahmen ihres traditionellen Muttertagsinfostands vor dem pep Einkaufszentrum wieder allen Müttern für ihre Verdienste und beschenkte sie mit Rosen. Der Perlacher CSU-Ortsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Markus Blume nutzte dabei auch die Gelegenheit mit Bürgern ins Gespräch zu kommen und nahm viele Anregungen für seine Arbeit im Bezirksausschuss und Landtag mit.
mehrMit dabei war auch die Halbzeitbilanz, eine Informationsbroschüre der CSU-Landtagsfraktion, die zur Mitte der Legislaturperiode im Bayerischen Landtag Rückschau auf Erreichtes hält und die politischen Herausforderungen für die kommenden Jahre skizziert. Bürgerinnen und Bürger des Münchner Ostens, die Interesse an der aufwändig gestalteten Halbzeitbilanz haben, können ihr persönliches Exemplar durch eine E-Mail an mailto:stimmkreis (at) markus-blume.de anfordern. Darüber hinaus steht Markus Blume jeden Freitag zwischen 16 und 17 Uhr in seiner telefonischen Bürgersprechstunde unter 089/67920082 für Fragen, Ideen und Anregungen zur Verfügung.
18. April 2011
Schülerinnen und Schüler aus dem Münchner Osten beim Girls' und Boys' Day der CSU-Landtagsfraktion
Eine fünfköpfige Schülergruppe aus den drei Gymnasien im Münchner Osten nahm auf Einladung von Markus Blume am diesjährigen Girls‘ und Boys‘ Day der CSU-Landtagsfraktion teil. Gemeinsam mit rund 120 anderen Schülerinnen und Schülern aus ganz Bayern hörten Sie zunächst einen Vortrag von Frau Professor Dr. Suanne Ihsen zum Thema Arbeits- und Berufswelt der Zukunft.
mehrDabei erfuhren Sie, mit welchen Herausforderungen und Trends Sie nach der Ausbildung konfrontiert werden und dass lebenslanges Lernen immer mehr zur Selbstverständlichkeit wird. Anschließend setzten sich die Jugendlichen in verschiedenen Gruppen selbst mit den aufgeworfenen Fragen und Themen auseinander und entwickelten ihrerseits Ideen und Lösungsvorschläge.
Später hatten die Schülerinnen und Schüler dann die Möglichkeit zum Gespräch mit den Abgeordneten des Bayerischen Landtags. Markus Blume traf im Rahmen eines Mittagessens mit seiner Gruppe zusammen und war erstaunt und zugleich begeistert von Ihrem Wissen rund um aktuelle Themen. So tauschte er sich mit Ihnen über die aktuellen energiepolitischen Herausforderungen aus und stellte dabei fest: „Die Jugendlichen argumentieren auf Basis guter Information unglaublich differenziert und erkennen die Komplexität des Themas. Es ist beachtlich, wie sehr sie sich trotz ihrer schulischen Belastung mit gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen und sich teilweise sogar noch in den verschiedensten Bereichen engagieren.“
30. März 2011
Blume wirbt für Bewerbungen beim Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik“
Kennen oder betreuen Sie ein Bildungsprojekt, das verschiedene Akteure vernetzt, einen Beitrag zu Bildungsgerechtigkeit leistet und Vorbildcharakter hat? Dann nehmen Sie am bundesweiten Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik“ teil und veröffentlichen Sie Ihre Bildungsidee. Markus Blume als direkt gewählter Landtagsabgeordneter wirbt dabei insbesondere für Bewerbungen aus dem Münchner Osten: „Es gibt so viele kleine und große Projekte vor Ort, die tagtäglich einen Beitrag zu bester Bildung leisten. Da sollte keiner zögern, sich bei der Deutschland-Initiative ‚Land der Ideen‘ einzubringen.“ Bewerbungen sind unter www.bildungsideen.de hier noch bis 16. Mai 2011 möglich. Ab August werden dann ein Jahr lang die besten Ideen ausgezeichnet.
mehrZiel des unter der Schirmherrschaft von Bundesbildungsministerin Annette Schavan stehenden Wettbewerbs ist es zum einen, die alltägliche Arbeit derjenigen sichtbar zu machen, die sich meist ehrenamtlich für die Bildung von Kindern und Jugendlichen engagieren. Zum anderen sollen die Projekte, die mit der Urkunde „Bildungsidee 2011/2012“ ausgezeichnet werden, auch als Vorbilder für Nachahmungsprojekte in ganz Deutschland dienen. Ausgelobt wird der Wettbewerb von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Kooperationspartner ist die Vodafone Stiftung Deutschland. Das Motto des Wettbewerbs lautet „Gemeinsam für mehr Bildungschancen“. Bewerben können sich alle Bildungsinstitutionen und Bildungsinitiativen, die die vier Teilnahmekriterien erfüllen. Diese lauten: Einsatz für Bildungsgerechtigkeit, Vernetzung verschiedener Akteure aus der Kinder- und Jugendarbeit oder der Bildungslandschaft, Vorbildhaftigkeit und kontinuierliches Engagement über eine gewisse Zeitspanne hinweg. Ab August werden die 52 besten Bildungsideen aus ganz Deutschland wöchentlich im Rahmen einer Preisverleihung durch eine Urkunde von Bundesministerin Schavan ausgezeichnet. Blume hofft auf zahlreiche Bildungsideen aus dem Münchner Osten: „Ramersdorf-Perlach und Trudering-Riem sind in München die ‚Stadtteile der Ideen‘!“
25. März 2011
Podiumsdiskussion „Energetische Sanierung – Schutz für Klima und Geldbeutel“
Welches Klimaschutzpotenzial steckt in der energetischen Sanierung von Gebäuden? Welche Sanierungsmöglichkeiten gibt es, wie viel kostet es – und kann man auch als Heimwerker energetisch sanieren? Diese und andere Fragen erörterte Markus Blume bei einer vom Eigenheimerverband Bayern e.V. initiierten Podiumsdiskussion am Donnerstag, den 24. März 2011, im Kulturhaus Trudering.
mehrTeilnehmer waren Frau Gesa Lenhardt, Architektin und ehrenamtliche Energieberaterin des Bauzentrums der Landeshauptstadt München, Herr Roland Gräbel, der Leiter des Bauzentrums, Herr Rolf Sternke für die KfW Bankengruppe und Herr Andreas Schüring vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Letzterer erläuterte zunächst die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung, wie sie im Energiekonzept verankert sind, und welche Bedeutung der energetischen Sanierung beim Erreichen dieser Ziele zukommt. Weiter beschrieb er die Gebäudesanierungsprogramme, die die Bundesregierung gemeinsam mit der KfW aufgelegt hat. An dieser Stelle erläuterte Rolf Sternke von der KfW die Modalitäten eines Förderantrags und stellte das Kooperationsmodell von KfW und den unterschiedlichen Hausbanken vor. Frau Lenhardt und Herr Gräbel legten daran anschließend die Fördermaßnahmen der Landeshauptstadt München rund um die energetische Sanierung dar und wiesen darauf hin, dass diese auch in Kombination mit KfW-Programmen in Anspruch genommen werden könnten. Einig war sich die Runde, dass Hauseigentümer bei der energetischen Sanierung nichts überstürzen sollten. „Jedes Haus ist anders, es gibt kein Patentrezept.“ Und: „Niemand würde etwa bei seinem Auto einfach d‘rauf loslegen.“. Am Anfang aller Überlegungen sollte eine individuelle Beratung stehen, wie sie beispielsweise das Bauzentrum anbietet oder vermitteln kann. Anhand einer individuellen Analyse des Hauses können dann verschiedene Möglichkeiten der energetischen Sanierung herausgearbeitet werden. Wichtig ist es auch, dass die Maßnahmen sinnvoll aufeinander abgestimmt werden. Auch hier können fachkundige Berater helfen. Einen guten Berater erkenne man übrigens daran, dass er entsprechende individuelle Angebote mache und sich nicht primär als Verkäufer verstehe. Nach der Beratung folgt dann das Gespräch mit der jeweils eigenen Hausbank, bei dem man ruhig gezielt nach KfW-Angeboten fragen sollte. „Die KfW hat eine Fülle von Angeboten, die sich über die Zeit je nach politischen Vorgaben immer wieder ändern“, so Herr Sternke. Das Publikum beteiligte sich rege an der Diskussion und stellte zahlreiche Fragen, etwa zur Amortisationsdauer der Investitionen. Hinsichtlich der Finanzierung wurden seitens des Publikums sogar eigene Vorschläge eingebracht, beispielsweise der einer Anrechnung auf die Erbschaftssteuer. Als Fazit der Podiumsdiskussion hielt Blume fest: „Eine energetische Sanierung muss immer individuell geprüft werden, die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich bei alten Gebäuden lohnt, ist aber in Zeiten steigender Energiepreise hoch. Sich einmal zu informieren, schadet jedenfalls nicht. Man schützt Klima und Geldbeutel – und leistet einen Beitrag zur Energiewende!“ Beratung und weitere Informationen erhalten Sie:
- im Bauzentrum der Landeshauptstadt München
- bei der KfW Bankengruppe
- vom Bundesministerium für Bau, Verkehr und Stadtentwicklung
- beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.
Am Ende dieses Artikels finden Sie auch die Präsentationen des BMVBS und der KfW, die im Rahmen der Veranstaltung gezeigt wurden.
11. Februar 2011
Neujahrsempfang mit Staatsminister Georg Fahrenschon
„Dank sei den Ehrenamtlichen“ hieß es auch in diesem Jahr wieder beim Neujahrsempfang der CSU München-Ost, zu dem in diesem Jahr der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon gekommen war. Fahrenschon hatte dabei allen Grund zur Dankbarkeit, schließlich wiegt das ehrenamtliche Engagement jährlich Milliarden Staatsausgaben auf.
mehrWie facettenreich und vielfältig dieser freiwillige Dienst von Menschen für Menschen ist zeigte ein Blick auf die Gästeliste des Neujahrsempfangs. Dort fanden sich Vertreter der Kirchen, des Sports, der Kleinkunst, der Kultur- und Heimatpflege ebenso wie Repräsentanten des Bildungs- und Sozialbereichs. Insgesamt waren über 250 ehrenamtlich Engagierte des Münchner Ostens der Einladung gefolgt. Für die musikalische Untermalung sorgte die Münchner Band Rolli-Gang, eine Musikgruppe, deren Mitglieder beim Musizieren unterschiedlichste Behinderungen überwinden. Sie rockte das KWA Georg-Brauchle-Haus, wo der Empfang nach 2010 bereits zum zweiten Mal stattfand.
Blume spricht bei VdK Perlach
Uhrzeit16:00 Uhr
OrtGasthaus zur Post, Pfanzeltplatz 12, 81737 München
Bei der monatlichen Mitgliederversammlung des VdK Perlach wird Markus Blume zur aktuellen politischen Lage in Bayern und zu örtlichen Themen sprechen. Mit Blick auf Perlach wird er dabei im Besonderen auf die Themen
- S-Bahnhof Perlach
- Entwicklung des Hanns-Seidel-Platzes
- Bebauungsplan 2045 (Hochäckerstraße)
- vorläufige Sicherung des Überschwemmungsgebiets am Hachinger Bach
eingehen.
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9. Mai 2012
Reform der Hochschule für Politik auf den Weg gebracht
In der Debatte um den Fortbestand der Münchner Hochschule für Politik (HfP) wurde ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Die Fraktionen einigten sich einstimmig darauf, einen Unterausschuss zur Zukunft der Hochschule für Politik München einzurichten und damit den weiteren Weg der HfP aktiv mitzugestalten. Markus Blume konnte damit als Kuratoriumsmitglied der Hochschule die ersten Früchte seiner entsprechenden Initiative ernten. Bis nach der Sommerpause soll nun unter Einbeziehung externer Experten ein Zukunftskonzept entwickelt werden.
mehr„Hochschule für Politik auf der Kippe“, „HfP in der Krise“, „schwache Verfassung“ – derartige Überschriften zierten in den vergangenen Monaten Presseberichterstattungen über die Hochschule für Politik. Grund waren Bestrebungen der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians Universität (LMU), die langjährige Kooperation mit der Hochschule für Politik einseitig aufzukündigen. Die HfP ist zwar eine eigenständige Einrichtung, aber eben auch an der LMU, die zugleich die Diplomzeugnisse der HfP-Studenten ausstellt. Hintergrund dafür ist ein 1970 vom Bayerischen Landtag erlassenes Gesetz, das die Hochschule für Politik als institutionell selbstständige Einrichtung an der Universität München statuiert.
Blume hatte schon früh deutlich gemacht, dass eine Abschaffung der HfP nicht zur Diskussion steht und durch die LMU auch gar nicht möglich wäre. Er verwies zudem auf die geschichtlichen Ursprünge der verwaltungsrechtlichen HfP-Sonderkonstruktion. Ursprünglich war sie nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet worden, um das Staats- und Demokratieverständnis der bayerischen Bürger nach der Nazizeit zu schulen und gleichzeitig auch Berufstätigen die Möglichkeit zur ‘Bildung nach Feierabend‘ zu geben. Deshalb finden bis heute noch alle Vorlesungen an der HfP in den Nachmittags- und Abendstunden statt. Blume sieht auch Jahrzehnte später weiterhin eine Notwendigkeit für die Hochschule für Politik als Einrichtung, „die die politikwissenschaftliche Disziplin praxisnah und interdisziplinär versteht“. Die Hochschule für Politik sei in der Hochschullandschaft einzigartig. „Wir sind uns einig, sie hat eine großartige Vergangenheit und sie hat eine große Zukunft“, so Blume.
Dennoch bestreitet der Abgeordnete, der selbst Absolvent der HfP ist, nicht, dass es an der Hochschule dringenden Reformbedarf gibt. „Die Tatsache, dass Personalentscheidungen in der Vergangenheit nicht immer entwicklungsfördernd waren, ist unbestritten – und auch das Profil bedarf einer Aktualisierung, hier und da sicherlich auch die Lehrinhalte.“ Um die notwendigen Reformen für die „Hochschule des Landtags“, wie Blume die HfP eingedenk des eigenen Gesetzes bezeichnet, einzuleiten, hatte er Barbara Stamm als Landtagspräsidentin die Einrichtung eines Landtagsgremiums vorgeschlagen und darüber zwischenzeitlich gemeinsam mit dem Hochschulausschussvorsitzenden Oliver Jörg eine fraktionsübergreifende Einigung erzielt. Neben Vertretern aller Fraktionen werden dem Unterausschuss Vertreter von HfP, LMU und TU angehören, drei externe Experten aus der Wissenschaft sowie je ein Vertreter des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst wie auch der Studierenden.
Auch das Kuratorium der HfP begrüßte auf seiner letzten Sitzung die Schaffung des entsprechenden Landtagsgremiums und bekräftige den Willen, der HfP die notwendigen Reformen zu verordnen, betonte aber gleichzeitig der Eigenständigkeit. Zugleich forderte das Kuratorium die LMU auf, sich auf die bisherige erfolgreiche Kooperation zu besinnen und den Weg der Reform konstruktiv zu begleiten. Blume äußerte sich zufrieden: „Wir sind jetzt auf einem guten Weg. Nun gilt es, dass wir die richtigen Weichenstellungen vornehmen, um der HfP den Weg in eine finanziell solide, fachlich profilierte und personell gut aufgestellte Zukunft zu ebnen. Dabei geht es um eine Konzeption ohne Denkverbote, an deren Ende eine ‚Bavarian School of Governance‘ als neuem Leuchtturm in der Hochschullandschaft stehen könnte.“
2. März 2012
Nokia Siemens Networks: CSU kämpft für Beschäftigte und den Standort München
Im Kampf um die Zukunft des Kommunikationstechnikentwicklers Nokia Siemens Networks (NSN) am Standort München tritt die CSU-Landtagsfraktion für die Beschäftigen ein. Ziel ist es, möglichst weite Teile der heute in München operierenden Geschäftsbereiche zu erhalten und den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine gesicherte Perspektive zu vermitteln. Neben einem in dieser Woche eingebrachten Dringlichkeitsantrag der Regierungsfraktionen im Bayerischen Landtag engagieren sich einzelne Abgeordneten auch persönlich. Unter Ihnen Markus Blume, der gemeinsam mit seinen beiden Kollegen Kerstin Schreyer-Stäblein und Andreas Lorenz am Donnerstag an der offenen Mitgliederversammlung der IG Metall in der NSN-Zentrale an der Werinherstraße teilnahm. Dabei stellte Blume in seiner Rede klar: "Die Fehler liegen nicht im deutschen Arbeitsrecht, sondern im finnischen Management."
mehrEs kommt nicht oft vor, dass IG Metall und CSU Seite an Seite marschieren, auch wenn das Verhältnis in Bayern zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und Politik traditionell ein sehr gutes ist. Im Fall von NSN war es für die drei Abgeordneten jedoch ein Gebot der Stunde. Sie sind überzeugt, dass die Kommunikationstechnik im Branchenmix des High-Tech-Standorts Bayern ein enorm wichtiger Zweig für die Zukunft ist und NSN mit seinem Münchner Standort dazu wesentlich beiträgt. Blume betonte vor den Beschäftigten, dass dazu alle Beteiligten gefordert seien, ihre Hausaufgaben zu erledigen: "Zuvorderst das Management, was endlich ein Konzept vorlegen muss, was sinnvollerweise am Standort München verbleiben kann. Die Beschäftigten sind aufgefordert, in der engagierten Art und Weise ihren Protest fortzuführen und konstruktive Lösungsvorschläge aufzuzeigen, wie sie das vorbildlich in den letzten Wochen getan haben. Die Gesellschafter Nokia und Siemens müssen sich ihrer Verantwortung stellen - und die Politik hat die Aufgabe, die Dinge zu befördern und anzuschieben, insbesondere dort, wo vielleicht auch sanfter Druck notwendig ist."
In diesem Zusammenhang verwies Blume auch auf den tags zuvor eingebrachten Dringlichkeitsantrag und unterstrich die Zielsetzung: "Wir werden darauf achten, dass es sich hier niemand zu leicht macht und versucht, mit Blick auf das Arbeitsrecht den einfachen Weg zu gehen, nämlich den Standort einfach dicht und sich vom Acker zu machen. Wir werden darauf drängen, dass die Gesellschafter es sich schwer machen, nämlich eine Lösung zu finden, die die zukunftsträchtigen Teile von NSN am Standort München fortführt und für die anderen Beschäftigten eine verlässliche Perspektive in der Verantwortung von Siemens und Nokia besteht."
Blume dankte den Arbeitnehmervertretern und allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihrer Wut und Ihrem Ärger eine Stimme gäben: "Sie demonstrieren nicht nur für Ihre Arbeitsplätze, nicht nur den Standort München, sondern auch für den Standort Bayern und seine High-Tech-Zukunft. Dafür danke ich Ihnen und dabei möchte ich Sie unterstützen." Betriebsrat und IG Metall gaben diesen Dank gerne zurück. Sie freuten sich, dass sie in der Politik Gehör fänden und gerade bei den drei anwesenden Abgeordneten sowie der CSU auf offene Ohren stießen.
Fragen zur Qualität und Stabilität der S-Bahn München im Wirtschaftsausschuss
Anlässlich eines Informationsgesprächs zum Thema „Qualität im Regional- und Nahverkehr in Bayern“ im Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie mit Vertretern von Deutscher Bahn und privaten Bahnbetreibern in Bayern erneuerte Markus Blume seine Kritik an den Qualitätsmängeln bei der Münchner S-Bahn. Wie berichtet hatte Blume schon im August Extra-Strafzahlungen für die S-Bahn München gefordert und dabei insbesondere auf die Nichteinhaltung von verabredeten Qualitätsverbesserungsmaßnahmen oder die Mängel in der Fahrgastinformation abgestellt.
mehrBlume stellte im Wirtschaftsausschuss klar, dass die statistische Qualität oft genug nicht mit der subjektiven Wahrnehmung der Fahrgäste übereinstimme und konstatierte, dass vor allem die Fahrgastinformation immer noch verbesserungswürdig sei. Mit Blick auf den bevorstehenden Winter und eingedenk des letztjährigen Chaos fragte der Abgeordnete nach dem aktuellen Stand der Umsetzung der kurzfristigen Maßnahmen, die bei einem Runden Tisch bereits Ende Juni 2010 vereinbart wurde. Dabei ging er vor allem auf die Personal- und Fahrzeugreserven im Winter, die dringend erforderliche Stabilisierung und Modernisierung des Stellwerks München-Ost sowie benötigte Redundanzen in der Leit- und Sicherungstechnik ein. Mit Blick auf das Auftreten immer neuer Störereignisse und Fehlerquellen wiederholte Blume seinen Vorschlag, das gesamte S-Bahn-Netz einem umfassenden Stresstest zu unterziehen.
Hinsichtlich der Strafzahlungen plädierte Blume dafür, Veränderungsmöglichkeiten in den Verträgen auszuloten, die einen direkten Durchgriff auf die Infrastrukturbetreiber ermöglichen würden. Hintergrund dieser Forderung ist die heutige groteske Situation, bei der Zugbetreiber Pönale für verspätete Züge entrichten müssen, auch wenn die Verspätungen maroder Infrastruktur (Gleise, Oberleitungen etc.) zuzuschreiben sind. Die Entschädigungen, die dafür die Infrastruktureigner wiederum an die Zugbetreiberfirmen entrichten müssen, sind jedoch weit geringer als die Verspätungspoenale.
Hier können Sie Markus Blumes Wortbeitrag nachhören: Redebeitrag zur Winterfestigkeit der S-Bahn München im Wirtschaftsausschuss des Bay. Landtags
Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und die Deutsche Bahn sagten zu, dass sie die angesprochenen Punkte in wenigen Tagen im Rahmen des Runden Tisches Qualität diskutieren würden und darüber anschließend berichten. Für die Deutsche Bahn ergänzte der Konzernbevollmächtigte, Klaus-Dieter Josel, dass bereits zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Winterfestigkeit unternommen wurden. So sind etwa zusätzliche Weichenheizungen eingebaut worden, die Wetterprognosedaten finden Eingang in die Personalplanung und es wurden zudem zusätzliche Schienenräumfahrzeuge angeschafft.
Blume fordert Bahnknoten-Gipfel
Nach der Berichterstattung zu den Problemen bei der Finanzierung der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München forderte Blume alle Beteiligten an einen Tisch, um endlich belastbare Aussagen zur Zukunft der zweiten Münchner S-Bahn-Querung zu erhalten. Der dpa gegenüber erklärte Blume:
mehr"Anstatt weiter nach dem Prinzip Hoffnung zu verfahren, ist jetzt die Frage zu klären, wie die Projekte am Bahnknoten München belastbar zu finanzieren sind. Stadt, Land, Bund und Deutsche Bahn müssen jetzt zusammenspannen und gemeinsam ein Finanzierungspaket für den Bahnknoten München schnüren. Wir brauchen dazu unmittelbar nach der Sommerpause einen Bahnknoten-Gipfel.
Außerdem müssen wir jetzt sehen, wie der verkehrliche Nutzen der 2. Stammstrecke und der weiteren Projekte optimiert werden kann. Ziel ist, den Bahnknoten München für Nah-, Regional- und Fernverkehr auszubauen und auch den Flughafen in das Hochgeschwindigkeitsnetz einzubinden. Der Bahnknoten München wäre so ein Projekt mit Bedeutung für ganz Bayern und Süddeutschland - mit der Folge, dass dann auch zusätzliche Finanzierungstöpfe erschlossen werden könnten.
Daneben braucht es ein Paket mit schnell zu realisierenden Sofortmaßnahmen, um endlich die Pannenserie der Münchner S-Bahn in den Griff zu bekommen und die Außenäste im Sinne der Pendler zu ertüchtigen."
Die aktuelle Berichterstattung des Münchner Merkur zur Thematik finden Sie unter nachfolgendem Link: http://www.merkur-online.de/lokales/stadt-muenchen/letzte-kaempfe-stammstrecke-1355203.html
Blume fordert Strafzahlungen für S-Bahn-Pannen
Angesichts der fortwährenden Störungen im Münchner S-Bahn-Netz, die regelmäßig eine Belastung für die Fahrgäste darstellen, fordert der Münchner Abgeordnete Sonder-Strafzahlungen von der Bahn. Um alle Defizite des Netzes offen zu legen, verlangt er zusätzlich einen Stresstest.
Unter http://www.merkur-online.de/lokales/stadt-muenchen/bahn-soll-s-bahn-chaos-strafe-zahlen-mm-1351144.html finden Sie den gesamten Artikel, der in der Wochenendausgabe des Münchner Merkur erschienen ist.
Blume beobachtet Standortpläne von E.ON
Nach Bekanntwerden der Gerüchte um einen Rückzug von E.ON Energie aus München und einer damit verbundenen Verlagerung der Stellen an den Konzernsitz in Düsseldorf zeigte Blume Verständnis für Unternehmensumstrukturierungen, warnte aber gleichzeitig vor voreiligen Entscheidungen und kündigte an, für den Standort München kämpfen zu wollen: „Es ist durchaus nachvollziehbar, dass sich ein Unternehmen auf veränderte Rahmenbedingungen, wie sie nun durch die Beschleunigung der Energiewende geschaffen werden, einzustellen versucht.“ Er erwarte von E.ON aber langfristiges unternehmerisches Denken und verwies in diesem Zusammenhang auf die Standortkompetenz der Metropolregion München.
mehr„Egal ob intelligentes Energienetz, dezentrale Einspeisung oder Elektromobilität – Bayern wird künftig auch gerade wegen des ambitionierten Umstiegsplans einer der spannendsten Märkte im Energiebereich sein. Da kann und sollte sich E.ON Energie nicht einfach davon machen, sondern selbst auch einen Beitrag zu Energiewende leisten.“
Die CSU und Blume werden die weitere Entwicklung jedenfalls genau beobachten und für den Standort München kämpfen. Dabei kommt auch eine historische Komponente ins Spiel: Der Standort München galt damals bei der Fusion von Veba und Viag zu E.ON als Bedingung für das Zusammengehen von bayerischer Seite. Daher wäre ein Rückzug aus der bayerischen Landeshauptstadt laut Blume „wider den seinerzeitigen Geist und die Absprachen“. Er fügte warnend an: „Im Übrigen wirken auf der Suche nach dem gesellschaftlichen Konsens über die Energiewende Jobabbau und Standortschließungen großer Versorger sicherlich nicht imagefördernd.“
18. März 2011
Tempo 30 innerorts – (k)ein Allheilmittel
Kann Tempo 30 dazu beitragen, den Kraftverkehr stadt- und umweltverträglicher zu gestalten? Ist Tempo 30 ein geeignetes Mittel, um Unfälle in Schwere und Anzahl zu verringern? Welche Konsequenzen ergeben sich für den öffentlichen Nahverkehr? Diese und andere Fragen diskutierte Markus Blume, MdL im Rahmen einer von Green City e.V. initiierten Podiumsdiskussion mit verschiedenen Münchner Stadträten.
mehrBlume vertrat dabei die Position, dass eine weitere oder generelle Beschränkung auf 30km/h nicht den gewünschten Effekt habe: „Schon heute sind nachweislich rund 85% des Münchner Straßennetzes ausgewiesene Tempo 30-Zonen; bei einer weiteren Ausweitung scheitern wir vielerorts an der Akzeptanz und Durchsetzbarkeit.“ Man müsse auch einsehen, dass Polizei und kommunale Verkehrsüberwachung unmöglich überall sein könnten. Blume stellte klar, dass Anwohnerwünsche nach Tempobeschränkungen häufig daraus resultierten, dass die Verkehrsmenge in Wohnstraßen zu groß sei. „Vor diesem Hintergrund sind Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht der Weisheit letzter Schluss. Viel besser wären doch tragfähige Verkehrskonzepte, die insbesondere Durchgangs- und Schleichverkehr aus Wohngebieten abziehen und auf Hauptstraßen kanalisieren. Genau an dieser Verkehrsgesamtbetrachtung fehlt es aber in München an vielen Stellen.“ Blume kritisierte in diesem Zusammenhang, dass auch gerade in Neubaugebieten nur auf die lokalen verkehrlichen Folgen geachtet werde und das große Ganze gern außer Blick gerate.
Der Abgeordnete warb auch dafür, dass die Verhältnismäßigkeit gewahrt werden müsse: „Wir beschleunigen Bus und Bahn für Millionen, bremsen denselben Bus dann aber in Tempo 30-Zonen wieder aus. Deshalb lautet mein Credo: Die Ausweisung von Tempo 30 ist kein Allheilmittel, wir brauchen vielmehr zukunftsgerichtete Verkehrskonzepte mit einer guten Mischung aus individuellem PKW-Verkehr und solidem öffentlichen Nahverkehr, gerade auch in den Randbereichen der Stadt.“
© Das Foto wurde freundlichst von Herrn Alp Tigli zur Verfügung gestellt.
Elektromobilität in der Europäischen Metropolregion München
Im Rahmen eines Interviews beantwortete Markus Blume Fragen zu den Perspektiven der Elektromobilität in der Europäischen Metropolregion München.
mehrWie schätzen Sie die "Europäische Metropolregion München" als Standort in Bezug auf Elektromobilität ein und warum?
Blume: "Die Metropolregion München verfügt mit zwei Premium-Autoherstellern, einem führenden Lkw- und Bushersteller, einem globalen Technologiekonzern und zahlreichen Zulieferern sowie als Standort zweier Exzellenzuniversitäten sowie renommierter Forschungsgesellschaften über beste Ausgangsbedingungen, um europaweit zum „Showroom“ für die automobile Zukunft zu werden. Die gute Infrastruktur, das hohe durchschnittliche Einkommensniveau und die Bereitschaft, grüne Technologien anzunehmen, sind weitere gute Voraussetzungen, um die rasche Verbreitung von Elektrofahrzeugen zu befördern und damit den Bewusstseinswandel im Mobilitätsdenken der Menschen zu beschleunigen. Auf der anderen Seite könnte die Großstadt München von emissionsfreien, geräuscharmen Fahrzeugen enorm profitieren. Anwohner besonders belasteter Straßen würden es danken, und die Lebensqualität in München könnte nochmals steigen."
Welches sind dort die zentralen Herausforderungen in Bezug auf Elektromobilität?
Blume: "Wichtig ist zunächst, dass wir Elektromobilität über alle Ebenen und Sektoren hinweg betrachten. Wir müssen über eine bessere Verknüpfung der Verkehrsträger reden, wir brauchen mehr Intelligenz und „sauberen“ Strom im Energienetz. Und wir müssen auch Mobilität insgesamt neu denken. Entscheidend ist aber, dass es uns rasch gelingt, Bayern und insbesondere die EMM als Leitmarkt und Leitanbieterregion für Elektromobilität zu positionieren. Das kann aber nur funktionieren, wenn alle an einem Strang ziehen und wir intelligente Anreize schaffen, sich e-mobil fortzubewegen. Hier sind Hersteller, Zulieferer, Universitäten, Energiekonzerne, Verkehrsbetriebe und die Politik – von den einzelnen Kommunen bis hin zur Staats- und Bundesregierung – gemeinsam gefordert, einen ambitionierten Masterplan zu entwickeln. Das Investitionsprogramm „Aufbruch Bayern“ der Staatsregierung stellt für die nächsten beiden Jahre immerhin 64 Mio. € bereit, um entsprechende Entwicklungen und konkrete Anwendungen voranzubringen."
Express-S-Bahn Light zum Flughafen
Nach aktuellem Planungsstand und angesichts der Haushaltslage ist es realistisch anzunehmen, dass vor 2020 keine Verbesserungen in Sachen Flughafenanbindung von München aus erwartet werden können.
mehrMit Blick auf die extrem erfolgreiche Entwicklung des Flughafens und die Verkehrsprognosen bis 2020 ist es deshalb wichtig, schon auf der vorhandenen Infrastruktur bzw. mit geringfügigen Ertüchtigungen im Rahmen der Ausbaukonzeption eine kurzfristige Angebotsverbesserung zu erreichen. Markus Blume bittet die Bayerische Staatsregierung deshalb gemeinsam mit Erwin Huber um die Entwicklung eines Angebotskonzepts, das als „Flughafen Express Light“ auf der Trasse der S 8 im Wesentlichen auf der heutigen Infrastruktur oder nach kleineren, aufwärtskompatiblen Ausbauten zeitnah umgesetzt werden kann.
Dringlichkeitsantrag für barrierefreie Bahnhöfe in Bayern
In einem heute im Landtag behandelten und - gegen die Stimmen der Freien Wähler - beschlossenen Dringlichkeitsantrag fordert Markus Blume die Bayerische Staatsregierung gemeinsam mit Kollegen aus den Regierungsfraktionen auf, ein Sonderprogramm für den barrierefreien Ausbau von Bahnhöfen mit über 1.000 Fahrgästen pro Tag auf den Weg zu bringen. So soll bis 2018 für jeden aufkommensstarken bayerischen Regionalbahnhof und Münchner bzw. Nürnberger S-Bahnhof eine barrierefreie Umbauperspektive bestehen. Um dies unabhängig von den Planungskapazitäten der Deutschen Bahn AG und eventuell vorhandener konkurrierenden Streckenausbauplanungen zu gewährleisten, sollen private Ingenieurbüros bei der Planung und Konzeption ebenso berücksichtigt werden wie provisorische Erschließungslösungen. Auf Bundesebene soll sich die Bayerische Staatsregierung zudem dafür verwenden, dass in den kommenden Jahren eine zusätzliche Milliarde im Etat des Bundesverkehrsministeriums der Schieneninfrastruktur und vor allem dem Bahnhofsausbau zu Gute kommt.
mehrBlume verwies bei seinem Vorstoß auch auf die jüngste Ankündigung von Bahnchef Grube zusätzliche Gelder für Bahnhofsertüchtigungen bereitzustellen. Bayern hatte bereits 2001 ein 102 Millionen Euro schweres Sonderprogramm speziell für die Münchner S-Bahn aufgelegt, dessen Mittel mittlerweile allerdings erschöpft sind. "Was für die ländlichen Regionen die Umgehungsstraße ist, sind für Ballungsräume barrierefreie Bahnhöfe. Barrierefreie Bahnhöfe sind dauerhafte Investitionen, die tagtäglich die Mobilität tausender Menschen in Bayern befördern und den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel attraktiver machen. Vielerorts sind dafür nicht einmal riesige Investitionen notwendig, sondern es reichen relativ kostengünstige Maßnahmen wie Rampen oder gesicherte Gleisquerungen", so Blume. Der Abgeordnete ist sich ferner sicher, dass die Einbeziehung privater Ingenieurbüros in die Planungen zur Beschleunigung des Vorhabens beiträgt: "Die kleinen Boote werden den Druck im Kessel des oft so schwerfälligen Bahndampfers sicherlich erhöhen." In Blumes Stimmkreis liegen mit den S-Bahnhöfen Perlach und Riem selbst zwei nicht-barrierefrei gestaltete S-Bahnhöfe, die tagtäglich von jeweils über 3.000 Fahrgästen genutzt werden. Hier setzt sich der Abgeordnete gemeinsam mit örtlichen Stadträten und Bezirksausschussmitgliedern seit Jahren für barrierefreie Erschließungen ein.
Sehen Sie Markus Blumes Antragsbegründung im Landtagsplenum und lesen Sie den Antrag im Orignalwortlaut. Auch die Pressemitteilung der CSU-Landtagsfraktion hält weitere Informationen bereit.
10. Februar 2012
Blume kämpft um EADS
Nach Bekanntwerden der EADS-Überlegungen zur Verlagerung von am Standort Ottobrunn ansässigen Abteilungen ins südfranzösische Toulouse kündigte Markus Blume als Vorsitzender der CSU-Wirtschaftskommission eine genaue Beobachtung der Vorgänge an. "Wir sind überrascht von den Gerüchten über eine mögliche Standortverlagerung, gehen aber davon aus, dass das letzte Wort hier noch nicht gesprochen ist." Blume erinnerte an die EADS-Geschichte, die untrennbar mit Bayern und Franz-Josef Strauß' Bemühungen um die Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland verbunden sei: "Die Keimzelle der EADS war bayerisch und auch heute sind viele wichtige Teilbereiche des Konzerns hier angesiedelt, von Eurocopter in Donauwörth über die militärische Sparte Cassidian in Unterschleißheim bis hin zur Forschungsabteilung Innovation Works und der Satellitengesellschaft Astrium in Ottobrunn."
mehrDoch nicht nur historische Aspekte sprächen für eine unverminderte Fortsetzung des EADS-Engagements in Bayern. Auch die Bemühungen der Staatsregierung um den "Bavarian International Campus for Aerospace and Security" sollten nach Ansicht Blumes nicht durch Umstrukturierungspläne konterkartiert werden. Mit dem "Bavarian International Campus for Aerospace and Security" soll ein europäischer Leuchtturm im Bereich von Forschung und Entwicklung geschaffen werden, an dem neben der EADS die IABG, die TU München, die Hochschule München, die Bundeswehr-Universität, Bauhaus München und das DLR mitwirken. "Es gibt also gute Gründe dafür, dass Ottobrunn bei München auch künftig einer der Orte unternehmerischer Entscheidungen bei der EADS bleiben muss", betont Blume.
Neben den bayerischen Standortinteressen sieht der CSU-Wirtschaftskommissionsvorsitzende auch vitale nationale Interessen von den publik gewordenen Überlegungen berührt. Diese kämen nicht zuletzt in der Gesellschafterstellung zum Tragen. Deshalb sollten derartige Überlegungen zunächst im Gesellschafterkreis erörtert werden, ehe Hunderte Arbeitnehmer kurz vor dem Wochenende in Unsicherheit gestürzt werden, kritisierte Blume die EADS-Führung. Er kündigte an: "Wir werden um EADS mit allen Mitteln kämpfen. EADS muss, auch was die Hauptverwaltung angeht, bayerisch bleiben."
Presseberichterstattungen zum Thema finden Sie hier: http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Wirtschaft/Nachrichten/NWZ/Artikel/2799928/Airbus-Mutter-plant-Zentrale-in-Toulouse.html
Blume stellt "Offensive Bayern 3.0" bei JU vor
Während weite Teile der Bevölkerung sich dem Internet noch mit Neugier nähern, ist es für junge Leute selbstverständlicher Lebensbegleiter. Sie organisieren Ihren Alltag im Netz, kommunizieren und diskutieren auf verschiedensten Plattformen und nutzen E-Learning zur Bildung. „Da ist der Wunsch nachvollziehbar, via Internet auch an der politischen Diskussion teilnehmen zu können und Behördenkontakte zeit- und ortsunabhängig online abzuwickeln“, so Markus Blume. Innerhalb der CSU-Landtagsfraktion beschäftigt sich die Junge Gruppe schon lange mit dem alle Lebensbereiche erfassenden Digitalisierungstrend. Ihre Thesen, die sie zum Jahreswechsel im Papier „Offensive Bayern 3.0“ zusammenfasste, fanden auch Eingang in die Resolution, die die CSU-Landtagsfraktion im Januar auf ihrer Klausurtagung in Wildbad Kreuth verabschiedete. Beide Papiere erläuterte Markus Blume als Sprecher der Jungen Gruppe der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag jüngst am Rande der Landesausschusssitzung der Jungen Union Bayern (JU) in Nürnberg. Im Videointerview griff er drei wesentliche Bereiche heraus: Digitale Wirtschaft, Digitale Bildung, Mehr Bürgerbeteiligung – Stichwort: E-Government.
mehrDabei kündigte er an, darüber eine intensive Diskussion zu führen, sei es im Bayerischen Landtag, im persönlichen Gespräch, auf Facebook oder im Forum der JU Bayern.
18. Januar 2012
CSU setzt in Kreuth auf den bayerischen Weg und die junge Generation
Der Fokus der diesjährigen Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion liegt auf der jungen Generation. Die CSU setzt sich gezielt mit den Themen und der Lebenswelt der heutigen Jugend auseinander, weil dies die Themen sein werden, die Bayern in einigen Jahren insgesamt bewegen. Unter dem Titel „Tüchtige Menschen, erfolgreiches Land, sichere Zukunft“ zeigt die CSU-Landtagsfraktion dafür in einer Resolution den „bayerischen Weg“ auf – selbstbestimmt, vorausschauend, einzigartig. Markus Blume, der als Vorsitzender der Jungen Gruppe der CSU-Landtagsfraktion an der Ausarbeitung der Resolution beteiligt war, erklärt, der bayerische Weg solle auf die bereits vorhandenen Stärken des Freistaats aufbauen und diese mit neuen Trends intelligent weiterentwickeln.
mehrDie Abgeordneten haben sich eine Zielsetzung vorgenommen, die weit über die aktuelle Legislaturperiode hinausreicht, aber bereits in der kommenden zwölf Monaten mit einem 10-Punkte-Programm in konkreten Schritten angegangen wird:
- Solide Haushaltspolitik mit einem Dreiklang aus Schuldentilgung, Vorsorge für künftige Lasten und einer Begrnezung der Staatsaufgaben.
- Erarbeitung eines Konzepts für qualifizierte Bürgerbeteiligung sowie mehr Bürgerservice durch Möglichkeiten des E-Governments.
- Abschluss der Breitbandgrundversorgung in Bayern und Vorbereitung einer Superbreitbandoffensive 2012plus (Glasfaser- und Funklösungen).
- Ausarbeitung einer „Offensive Bayern 3.0“ und Weiterentwicklung der Clusterstrategie, um die Chancen der digitalen Revolution zu nutzen.
- Ausbau des Digitalen Bildungsnetz Bayern, um die digitale Schule in die Fläche zu bringen.
- Fortführung des Leitprojekts „Elektromobilität verbindet Bayern“ und Start des Verbundprojekts „Bayern mobil“ mit einem Feldversuch für die „intelligente Straße“ und zur intermodalen Verknüpfung aller Verkehrsmittel.
- Beschleunigung der Energiewende durch Offensive für Netzausbau und Energiespeicherung samt Auslobung eines Landeswettbewerbs „Bayerns Energiedorf des Jahres“ und „Elektromobilitätsregion des Jahres“.
- Konzept für familiengerechte Arbeitsplätze durch Ausbau von Homeoffice und Telearbeit sowie Realisierung besserer Betreuungsmöglichkeiten in Tagesrand- und Ferienzeiten.
- Verbesserung der Kinderbetreuung durch Einstieg in das beitragsfreie Kindergartenjahr und Verbesserung des Anstellungsschlüssels.
- Einführung eines Preises für soziale Verantwortung von Unternehmen.
Einig ist sich die Landtagsfraktion, dass demografiefeste Finanzen ein entscheidender Eckpfeiler für die künftige Prosperität Bayerns sind. Deshalb gilt weiterhin das oberste Gebot eines Haushalts ohne Neuverschuldung mit dem ambitionierten Ziel, in Bayern alle Schulden bis zum Jahr 2030 getilgt zu haben.
Einen Videobeitrag von Markus Blume aus Kreuth sehen Sie hier bei Youtube.
Lesen Sie den kompletten Resolutionstext
und schauen Sie sich weitere Videobeiträge der CSU-Landtagsfraktion aus Kreuth an: http://www.youtube.com/user/FraktionsTV?feature=watch
Berichterstattungen zur Klausurtagung finden Sie unter folgenden Links:
Offensive Bayern 3.0 – vernetzt und digital
Mit einem Papier unter dem Titel „Offensive Bayern 3.0 – vernetzt und digital“ leistet die Junge Gruppe der CSU-Landtagsfraktion unter Leitung von Markus Blume einen Beitrag in der Debatte um die Fortentwicklung des Freistaats im Zeitalter der digitalen Revolution. Zentrale Fragestellung ist, wie sich der Freistaat durch den großen Megatrend Digitalisierung und Vernetzung verändern wird und wie man diese Entwicklung gestalten kann, um qualitatives Wachstum und Wohlstand sowie zusätzliche Bildungschancen zu erreichen. „Wir wollen eine Offensive anregen, die auf Bayerns Stärken aufsetzt, neue Wachstumsfelder erschließt, zusätzliche Impulse im Bildungsbereich generiert und das Verhältnis von Staat und Bürger modernisiert“, so Markus Blume über das Papier.
mehrBlume betonte bei der Vorstellung des Papiers vor Journalisten, dass die CSU in den vergangenen Jahren ihr Profil an vielen Stellen modernisiert habe, gerade in den Bereichen der Umwelt-, Energie- und Bildungspolitik. Verschiedene Daten und Erhebungen zeigten, „dass Bayern hervorragend dasteht“. Für die Junge Gruppe ein Anlass zur Freude und zugleich neue Motivation. So sei es nun an der Zeit, den Blick nach vorne in die Zukunft zu richten und für Bayern ein neues Leitbild zu entwickeln.
Mit Vorschlägen wie virtuellen Clustern, einem digitalen Bildungsnetz oder intelligenten Infrastruktursystemen möchte die Junge Gruppe aber nicht nur den Freistaat aktualisieren, sondern gezielt auch bei jungen Leuten punkten, für die das Internet selbstverständlicher Begleiter in allen Lebenslagen ist. Gerade mit Blick auf diese digitale Generation sollen die Möglichkeiten moderner IT auch genutzt werden, um die Kommunikation zwischen Bürgern bzw. Unternehmen und dem (Verwaltungs-)Staat auf neue Beine zu stellen und gleichzeitig mehr Teilhabe zu ermöglichen.
Hier können Sie das Papier „Offensive Bayern 3.0 – vernetzt und digital" im Original lesen.
Verschiedene Presseberichte finden Sie über die nachfolgenden Links:
http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Gesucht-ein-neuer-Weg-zum-Fortschritt-id18258346.html
http://www.donaukurier.de/nachrichten/bayern/Muenchen-Die-Netzwerker-der-CSU;art155371,2540017
http://www.welt.de/print/wams/muenchen/article13803831/Die-Apps-und-Alpen-CSU.html
5. Dezember 2011
Blume neuer Vorsitzender der CSU-Wirtschaftskommission
Große Aufgabe für Markus Blume: Der CSU-Parteivorstand ernannte ihn auf seiner jüngsten Sitzung am 5. Dezember zum Vorsitzenden der CSU-Wirtschaftskommission. Der 36-jährige Unternehmer, der seit 2008 als direkt gewählter Abgeordneter für den Münchner Osten dem Bayerischen Landtag angehört, tritt damit die Nachfolge des ausgeschiedenen Bayerischen Finanzministers Georg Fahrenschon an. In seiner neuen Funktion will Blume als Bindeglied zwischen der Regierungspartei und der Wirtschaft im Freistaat fungieren. Ein besonderes Anliegen sind ihm dabei zukunftsweisende Impulse für die bayerische Standort- und Innovationspolitik. Bayern müsse in den kommenden Jahren bei der Wirtschaftsdynamik Fahrt aufnehmen, um auch in Zukunft wirtschaftlicher Spitzenreiter in Europa zu sein. Darüber hinaus möchte er die CSU bei wirtschaftspolitischen Themen auch bundesweit profilieren. Die aktive Wirtschaftspolitik sei nicht nur für den Freistaat der richtige Weg, sondern auch ein weiß-blauer Exportschlager. Blume begegnet der neuen Aufgabe mit Respekt und Freude: „Ich danke für das in mich gesetzte Vertrauen. Unser Ziel ist nachhaltiges Wachstum, das Bayerns Wohlstand sichert und die glänzenden wirtschaftlichen Zukunftsperspektiven für die bayerische Bevölkerung noch ausbaut.“ Hierfür will er gerade auch in den kommenden Monaten neue Innovationschwerpunkte für den Freistaat vorstellen.
mehrGegründet wurde die Wirtschaftskommission im März 2009 inmitten der weltweiten Finanzkrise, um abseits der damaligen großen Rettungsaktionen ein Forum für den Austausch zwischen Politik und Wirtschaft zu schaffen. In dieser Schnittstelle bemühten sich die in der Kommission vertretenen bayerischen Unternehmer gemeinsam mit den dortigen CSU-Mandatsträgern zunächst insbesondere um die Kreditversorgung des bayerischen Mittelstands. Blume, der zu den Gründungsmitgliedern der Kommission zählt, erinnert sich: „In einem einmaligen Schulterschluss von Politik, Unternehmerschaft und Banken konnten wir damals vielerorts Liquidität sichern und damit einen Grundstein dafür legen, dass Bayerns Unternehmen so stark aus der Krise kamen.“
Der bayerische Mittelstand und Start-Up Unternehmen liegen ihm, der 2002 nach seinem Studium selbst ein Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen mit heute 30 Mitarbeitern aufbaute, besonders am Herzen: „Sie sind das Rückgrat und der Innovationsmotor des Wirtschaftsstandorts. Sie zu fördern, zu unterstützen und von unnötiger Bürokratie zu befreien, muss erstes Gebot unserer Wirtschaftspolitik sein.“ Hinsichtlich der Verwaltungsvereinfachung setzt Blume vor allem auf onlinebasierte Verwaltungsdienste des E-Governments. Auch den Anliegen der Medien- und Kreativwirtschaft möchte er mehr Aufmerksamkeit schenken.
Die wirtschaftspolitischen Initiativen der CSU sollen in der Wirtschaftskommission gebündelt und koordiniert werden. „Unser Credo für Bayern muss lauten: Ja zu Innovation und Wachstumschancen“, so Blume. Wachstum sei kein Selbstzweck, sondern sichere Wohlstand und Zukunftsperspektiven über Generationen hinweg, betont der zweifache Familienvater dabei. Indes verhehlt der Abgeordnete nicht, dass auch die bayerische Politik noch mehr wirtschaftspolitische Anreize setzen könnte. „Wir haben mit ‚Aufbruch Bayern‘ und dem Nachtragshaushalt für 2012 schon zahlreiche Anreize für Innovation gesetzt. Diesen Weg müssen wir fortsetzen; gerade das Wissenschafts- und das Wirtschaftsministerium kann da noch eine Schippe drauflegen.“
Pressefots von Markus Blume finden Sie in unterschiedlichen Qualitäten hier.
1. Dezember 2011
Schülerzeitungsredakteure zu Gast im Bayerischen Landtag
Auf Initiative der Jungen Gruppe der CSU-Landtagsfraktion unter Leitung von Markus Blume kamen im Bayerischen Landtag diese Woche über 120 junge Schülerzeitungsredakteure aus dem gesamten Freistaat zusammen. Unter dem Motto "Mitreden und Meinung bilden" informierten Sie sich bei Abgeordneten und Presseverantwortlichen der Fraktionsgeschäftsstelle über die Arbeit und die Abläufe im Parlament. Umgekehrt erfuhren die Abgeordneten, was die Jugendlichen bewegt und welche Themen sie besonders interessieren.
mehrNach kurzer Begrüßung durch Blume präsentierte ein Fersehjournalist den Landtag als Arbeitsplatz für Journalisten und erläuterte, worauf es bei der Recherche und dem Transport von Nachrichten ankomme. Wie die Pressearbeit wiederum seitens der CSU-Landtagsfraktion gestaltet wird, erläuterte im Anschluss deren Presseabteilung in zwei Workshops. Die Abgeordneten der Jungen Gruppe standen dabei Pate und gaben Einblicke in aktuelle Themen der Landespolitik. Auf besonderes Interesse stießen bei den Schülern die Politikfelder Bildung, Energiepolitik und Kriminalitätsbekämpfung. Sie stellten dabei vor, wie sie in ihren Schülerzeitungsredaktionen diese Themen aufgreifen und welche Rückmeldungen sie dazu aus der Schülerschaft bekommen. Interessant war dabei, wie trennscharf die Schüler über alle Altersgruppen hinweg schon zwischen Bundes- und Landespolitik unterscheiden - eine Differenzierung, die in der Alltagsdebatte oft fehle, wie Blume bemerkte.
Die Abgeordneten, die den Jugendlichen im Anschluss an die Workshops noch lange für Gespräche zur Verfügung standen, waren nach der Veranstaltung durchweg begeistert. "Es war für uns sehr interessant zu sehen, wie professionell und inhaltlich fundiert die Schüler arbeiten. Man darf ja nicht vergessen, dass sie das in Ihrer Freizeit leisten", gab Blume des Gesamteindruck der Jungen Gruppe wieder.
28. November 2011
Digitale Bildung made in Freising
Gemeinsam mit seinem Freisinger Landtagskollegen Dr. Florian Herrmann besuchte Markus Blume jüngst Texas Instruments Deutschland (TI) in Freising. Gesprächsthema war der Einsatz digitaler Medien und technischer Hilfsmittel im Unterricht wie Whiteboards, Tablets oder Software.
mehrTexas Instruments Deutschland hat als Tochter der in über 30 Ländern tätigen amerikanischen Texas Instruments Incorporated seit 1961 seinen Sitz in der Domstadt und ist einer der größten Arbeitgeber der Region. Neben den Bereichen Signalverarbeitung und Halbleiterproduktion zählt der Bereich Education Technology zu den Schwerpunkten von TI. Weltweit nutzen täglich rund 24 Millionen Schülerinnen und Schüler Produkte von Texas Instruments. Bekannt sind dabei insbesondere die Taschenrechner sowie die TI-Software für die gymnasiale Oberstufe. TI konzentriert sich vor allem auf den Bereich der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer und kooperiert bei der Konzeption seiner Produkte eng mit Lehrern und Schulbuchverlagen wie Cornelsen oder Oxford University Press.
Blume und Herrmann zeigten sich beeindruckt von den technischen Möglichkeiten, die es im schulischen Bereich heute gibt: "Wir beide stammen ja eher noch aus der Zeit, als ein einfacher Taschenrechner das Höchstmaß an technischer Unterstützung darstellte." Potenzial für IT-Innovationen sieht Blume gerade im Bereich der MINT-Fächer: "Viele Zusammenhänge und Abhängigkeiten, wie sie in Formeln zum Ausdruck kommen, erschließen sich aus dynamischen Grafiken und Visualisierungen einfach besser." Blume verwies in diesem Zusammenhang auch auf den Paradigmenwandel, der zwischenzeitlich in den Lehrplänen Einzug hält. "Das Erlernen von Kompetenzen und analytischen Fähigkeiten bekommt heute ganz klar den Vorzug vor reinem Auswendiglernen. Diese Vermittlungstätigkeit können digitale Medien in der Schule des 21. Jahrhunderts hervorragend unterstützen - und daran arbeiten wir."
21. November 2011
Blume zu Gesprächen in Washington
Im Rahmen einer dreitägigen Delegationsreise der Hanns-Seidel-Stiftung besuchte Markus Blume jüngst die US-amerikanische Hauptstadt Washington und kam dort mit hochrangigen Diplomaten, Kongressmitgliedern und Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu Gesprächen zusammen. Im Vordergrund standen die Finanz- und Währungspolitik in Europa und den USA sowie die Außen- und Sicherheitspolitik Deutschlands und der Vereinigten Staaten. Begleitet wurde Blume vom früheren bayerischen Staatsminister Erwin Huber, MdL und dem ehemaligen Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Eduard Lintner. In Washington traf die Delegation zudem mit Christian Schmidt zusammen, MdB und Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium.
mehrStartschuss für die Gesprächsreihe war ein Arbeitsfrühstück mit dem Deutschen Botschafter in Washington, Dr. Ammon, der die derzeitige politische und wirtschaftliche Situation in den USA erläuterte und hierbei auch auf aktuelle Entwicklungen wie die Occupy-Bewegung einging. Daran anschließend erläuterte Dan Coats als früherer US-Botschafter in Deutschland und heutiger Senator die Politik und Programmatik seiner republikanischen Partei im Vorwahljahr 2011. Erwin Huber präsentierte im Gegenzug die bayerische bzw. deutsche Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, die Grundstein für die Robustheit der Wirtschaft in der Finanzkrise und die rasche konjunkturelle Erholung danach war.
Um die derzeitige Staatsschuldenkrise und die daraus abgeleitete Eurodebatte drehten sich die Gespräche mit dem Deutschen Exekutivdirektor beim IWF, Hubert Temmeyer, und Christopher Smart, Deputy Assistant Secretary for Europe and Eurasia. Einig war man sich über die Notwendigkeit rigider Sparprogramme und die strikte Einhaltung vereinbarter Stabilitätskriterien. Ebenso unstrittig war die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen, die mit dem ehemaligen stellvertretenden US-Finanzminister Bob Kimmitt erörtert wurden.
Sicherheitspolitische Themen dominierten die Unterredungen mit Botschafter Dr. Khalilzad und den Kongressabgeordneten Trent Franks und Louie Gohmert. Die deutschen Vertreter erfuhren dabei Dank für Ihr intensives Engagement in Afghanistan, wenngleich mit Blick auf die zunehmende Instabilität Pakistans vor einem allzu raschen Truppenabzug gewarnt wurde. Von US-amerikanischer Seite ausdrücklich befürwortet wurde der Aufbau eines europäischen Raketenabwehrsystems.
Blume resümierte vor der Rückreise: "Es war ein intensives Arbeitsprogramm, aber die Gespräche waren durchweg von hoher Qualität und sehr interessant. Es ist nun wichtig, die transatlantischen Beziehungen weiter zu stärken, denn auf viele globale und geostrategische Herausforderungen müssen wir eine gemeinsame Antwort finden. Von der notwendigen Regulierung der Finanzmärkte und der Erhebung einer Finanztransaktionssteuer über die Bekämpfung des Klimawandels bis hin zur Frage, wie Chinas zunehmend dominante Stellung an den Weltrohstoffmärkten eingehegt werden kann: Europa und die USA müssen Seite an Seite marschieren. Ich nehme jedenfalls viele Impulse mit nach Deutschland - und ich denke, wir haben auch einige in Washington gegeben."
20. Oktober 2011
Frühstück mit Google
In Ihrer Reihe Zukunftswerkstatt "Vernetztes Bayern" diskutierte die Junge Gruppe der CSU-Landtagsfraktion unter Leitung von Markus Blume jüngst mit Vertretern der Google Deutschland GmbH über das Internet von morgen. Zu dem gemeinsamen Frühstück kamen auch die Mitglieder der Arbeitskreise Innen sowie Wirtschaft.
mehrJan Kottmann, Leiter des Bereichs Medienpolitik bei Google Deutschland, und Dr. Wieland Holfelder, Engineering Director im Google Entwicklungsbüro München, gaben eingangs einen Überblick über die rasante Entwicklung des Internets und der Kommunikationswege im vergangen Jahrzehnt. Anschließend erläuterten sie aktuelle Trends im Netz, beispielsweise das Wachstum sozialer Netze wie Facebook oder Google+, die zunehmende Verbreitung mobiler Internetnutzung durch Smartphones und Tablets oder das steigende Angebot geodatenbasierter Dienstleistungen.
Nach ihren Wünschen an die Politik gefragt, wiesen Kottmann und Holfelder auf die Notwendigkeit der Vermittlung von Medienkompetenz in allen Altersklassen hin. Darüber hinaus mangle es Deutschland an einer Innovationskultur, die nicht zuerst nach den Risiken, sondern vielmehr nach den Chancen frage. Blume dazu: "In den letzten Jahren ist uns der Pioniergeist, der uns früher auszeichnete und zu Bayerns Aufstieg vom Agrarland zum Hightech-Standort geführt hat, tatsächlich etwas abhandengekommen. Die Zukunftswerkstatt Vernetztes Bayern der Jungen Gruppe will deshalb zurück auf diesen Pfad führen." Gerade die Digitalisierung böte Chancen für eine umfassende Innovationsoffensive in allen Bereichen, von der Schule bis zum Arbeitsplatz. Passend dazu findet das nächste Informationsgespräch bei Apple Deutschland statt.
19. Oktober 2011
Markus Blume besucht eCarTec
Zum dritten Mal machte die eCarTec, die internationale Leitmesse für Elektromobilität, Station im Münchner Osten. Über 500 Aussteller informierten dieses Jahr über den aktuellen Stand der Entwicklungen, stellten Neuheiten vor und beleuchteten auch Aspekte wie Reparatur und Wiederverkaufswert batteriegetriebener Autos. Markus Blume, in dessen Stimmkreis die Münchner Messestadt liegt, besuchte gemeinsam mit seinen Landtagskollegen Tobias Reiß und Bernhard Seidenath die Ausstellung.
mehrBlume und Reiß, die für die CSU-Landtagsfraktion der neu geschaffenen Energiekommission des Bayerischen Landtags angehören, interessierten sich besonders für die Entwicklungen im Bereich der Batterietechnik. „Bei der Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien und deren volatilen Stromerzeugungskapazitäten werden wir solche mobilen Speicher brauchen“, erklärte Blume. Deshalb hoffen die Parlamentarier auf einen baldigen Durchbruch für die Elektroautos, gerade in Großstädten und deren Umland. Die sieht Blume nämlich als ideales Terrain für E-Autos. „Die Reichweiten aktueller Modelle reichen heute locker für den Weg zur Arbeit. Dank Elektromobilität könnten die lärm- und abgasgeplagten Bewohner im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen.“ Umso unverständlicher ist dem Abgeordneten die Passivität, mit der das Thema in München angegangen werde, obwohl München eine der bundesweit ins Leben gerufenen Modellregionen ist. „Hier muss endlich ein Gesamtpaket geschnürt werden, bei dem Fahrzeughersteller, Energieversorger und städtische Verkehrsplaner an einem Strang ziehen, damit der Umstieg auf Elektroautos attraktiv wird.“
Als Abschluss ihres Messerundgangs testeten die Abgeordneten noch einen von Nürnberger Studenten entwickelten Elektro-Buggy. „Der Elektromotor erobert alle Fahrzeugklassen“, grinste Blume und fügte ernst an: „Was hier als Demonstrationsobjekt gezeigt wird, ist in Sachen Leistungselektronik Weltspitze!“
12. Oktober 2011
Blume gratuliert Stoiber zum 70. Geburtstag
Im Rahmen eines Empfangs der CSU-Landtagsfraktion anlässlich des 70. Geburtstags des früheren Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber gratulierte Markus Blume dem Jubilar als Sprecher der Jungen Gruppe in der CSU-Landtagsfraktion und würdigte Stoibers politisches Vermächtnis als "wegweisend".
Blume bescheinigte dem früheren Landesvater einen Weitblick, der als Maßstab für heutige Politiker dienen könne: "In einer Linie mit Alfons Goppel und Franz Josef Strauss hat Edmund Stoiber Bayern fortwährend modernisiert, strategisch in Schlüsselindustrien investiert und somit den Boden dafür bereitet, dass Bayern die weltweite Wirtschaftskrise fast unbeschadet überstanden hat. Heute können wir uns im Freistaat über historisch niedrige Arbeitslosigkeitszahlen freuen." Dabei habe Stoiber auch immer die nachfolgenden Generationen im Blick gehabt und das Ziel eines schuldenfreien Haushalts schon in Angriff genommen, als anderorts noch ganze Staaten auf Pump lebten. "Die derzeitige Schuldenkrise in Europa ist ein trauriger Ritterschlag für Stoibers damalige Haushaltspolitik", so Blume.
mehrDer Sprecher der Jungen Gruppe betonte dabei aber auch, dass er Stoibers Erbe gleichzeitig als Auftrag sehe, gerade für die CSU und ihre junge Politikergeneration. "Wir dürfen uns nicht auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen!" Unter Beibehaltung der Maxime eines Haushalts ohne Neuverschuldung müssten die heute vorhandenen finanziellen Spielräume für zukunftsträchtige Investitionen genützt werden. "Es sollte nicht darum gehen, Geschenke zu verteilen, sondern Förderungen und Anreize für Projekte zu schaffen, die später in der Leistungsbilanz Niederschlag finden." Blume schweben konkret Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Wachstumsfelder wie Energietechnologien, Life Sciences, Werkstoffforschung und -entwicklung sowie Telematik vor.
29. September 2011
E-Government als Triebkraft der Verwaltungsmodernisierung
Im Rahmen ihrer Gesprächsreihe „Digitales Bayern“ diskutierte die Junge Gruppe der CSU-Landtagsfraktion unter Leitung von Markus Blume jüngst mit dem CEO der arvato AG, Rolf Buch, Möglichkeiten modernen E-Governments in Bayern. Arvato ist als weltweit tätige Tochter der Bertelsmann Gruppe mit über 60.000 Mitarbeitern auch einer der führenden Dienstleister im öffentlichen Verwaltungsbereich. In Großbritannien übernehmen die arvato-Mitarbeiter in einzelnen Kommunen bereits Aufgaben von Bürgerämtern und Behörden, bieten telefonische Unterstützung, digitalisieren Akten und stellen Tools zur Bürgerbeteiligung zur Verfügung. Durch die Verwendung einheitlicher Standards werden wiederkehrende Prozesse vereinfacht und beschleunigt und Ressourcen der öffentlichen Verwaltung entlastet.
mehrBürgerinnen und Bürger profitieren von zentralen Anlaufstellen quer über alle Einheiten der Verwaltung, die das Anliegen zunächst entgegenzunehmen und dann zielgerichtet an die jeweils zuständigen Stellen weitergeben. Zusammen mit den zahlreichen Onlineangeboten, die im Bereich des E-Government möglich sind, sparen Bürgerinnen und Bürger bei diesem „Lebenslagenprinzip“ Zeit und profitieren von einer schnelleren und effektiveren Sachbehandlung. Auch die öffentliche Hand kann nach Ansicht von arvato profitieren, indem sie höhere Qualität bei niedrigeren Kosten offerieren kann - und ohne dass Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlören.
Die Mitglieder der Jungen Gruppe zeigten sich überrascht von der Breite an Möglichkeiten, die bei der Verwaltungsvereinfachung heute schon bestehen und möchten nun ausloten, welche Ansätze es in Bayern für eine schlankere Verwaltung bei mehr Bürgernähe geben kann.
16. September 2011
Blume stellvertretender Vorsitzender von CSUnet
„Viele Menschen möchten ihre politische Meinung artikulieren, Ideen einbringen und Feedback geben, haben aber nicht die Lust und Zeit, regelmäßig an Parteiveranstaltungen teilzunehmen, etwa weil sie beruflich sehr eingespannt sind oder andernorts leben und arbeiten. Dieser Zielgruppe machen wir mit CSUnet ein neues Angebot der Teilhabe, das gänzlich online funktioniert.“ So erklärt Markus Blume die Absicht hinter der Gründung von CSUnet, dem neuen Online-Verband der CSU. Bevor es in den kommenden Wochen nun richtig losgeht, fanden jüngst die konstituierenden Vorstandswahlen statt, bei denen Markus Blume zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde. Den Vorsitz selbst übernahm die Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär, die zugleich stellvertretende CSU-Generalsekretärin ist.
mehrDie prominente Besetzung und der Status als Arbeitskreis zeigen, welcher Stellenwert CSUnet beigemessen wird. Blume ist sich sicher, dass von CSUnet wertvolle Impulse ausgehen werden: „Das Internet ist längst nicht mehr nur Kommunikationsmedium oder eine parallele Welt, in die man phasenweise abtaucht, das Netz ist heute permanenter Begleiter in allen Lebenslagen. Da ist es nur folgerichtig, sich dafür auch als Partei zu öffnen und eine permanente Plattform zur Meinungsäußerung zu etablieren.“
Wer Interesse an CSUnet hat, findet hier alle weiteren Informationen. Für CSU-Mitglieder ist die Mitgliedschaft in CSUnet kostenlos, Neumitglieder zahlen einen jährlichen Beitrag in Höhe von 20 Euro. Mitglied werden kann jeder, der in Bayern wohnt und bislang keiner anderen Partei als der CSU angehört.
2. September 2011
Blume trifft US-Kongressabgeordnete
Im Rahmen einer Infotour durch Bayern besuchte eine Delegation aus Republikanern und Demokraten am 2. September 2011 den Bayerischen Landtag, wo Sie von Landtagspräsidentin Barbara Stamm herzlich empfangen wurden. Auf bayerischer Seite mit dabei war auch Markus Blume, der erst im Juni an einer ähnlichen Delegationsreise des US Außenministeriums teilgenommen hatte. Er tauschte sich im Rahmen eines bayerischen Mittagessens mit seinen amerikanischen Kollegen insbesondere über Wirtschafts- und Währungsfragen aus, da die Verzahnung zwischen bayerischer und amerikanischer Wirtschaft traditionell sehr eng ist. Blume berichtete später, dass sich die Amerikaner dabei vor allem dafür interessiert hätten, wie es Bayern seit Jahren gelänge, einen schuldenfreien Haushalt vorzulegen und gleichzeitig ein so starkes Wirtschaftswachstum zu haben.
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5. August 2011
Hilfe für die Kleinsten der Kleinen
Eine Spende in Höhe von 1.500 Euro überbrachte der Münchner Landtagsabgeordnete Markus Blume jüngst dem Verein FrühStart ins Leben e.V. im Klinikum Großhadern. Gemäß der Zielsetzung des Vereins, der sich 2005 als Elterninitiative gegründet hat und Frühgeburten betroffene Eltern und Familien in der Zeit des Krankenhausaufenthalts unterstützt, handelt es sich um „echte Starthilfe ins Leben“ wie Blume formulierte. Eingesammelt hatte der Abgeordnete das Geld im Rahmen der ersten Sommerlounge, die am 14. Juli 2011 im Bayerischen Landtag stattfand. Damals hatten sich auf Einladung der Jungen Gruppe in der CSU-Landtagsfraktion, deren Sprecher Blume ist, im Maximilianeum über 350 junge Entscheidungsträger und Verantwortliche aus ganz Bayern bei Buffet und Cocktails zum abendlichen Gedankenaustausch getroffen. Bei dieser Gelegenheit rührte der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon kräftig die Spendentrommel und half damit auch seiner Frau Karin, die gleichzeitig Schirmherrin des Vereins FrühStart ins Leben e.V. ist.
mehrIm Rahmen der Scheckübergabe besichtigte Blume die Frühchenstation des Klinikums und konnte sich dabei von der wertvollen Arbeit des gemeinnützigen Vereins selbst überzeuggen. „Abseits aller Öffentlichkeit wird hier eine äußerst schwierige und hochsensible Arbeit in geradezu vorbildlicher Weise geleistet“, zeigte sich Blume danach beeindruckt. Besonders dankte er dabei der incca GmbH aus Kolbermoor, die mit 1.000 Euro den größten Spendenteil beigetragen hat. Wer FrühStart ins Leben e.V. nun selbst unterstützen möchte, findet unter „www.fruehstartinsleben.de“ alle notwendigen Infos oder kann direkt das Spendenkonto bei der Deutschen Bank (Kontonummer 5749429, BLZ 70070024) nutzen.
Blume in die Energiekommission des Bayerischen Landtags berufen
In der letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause wurde der direkt gewählte Abgeordnete des Münchner Ostens Markus Blume in die neu gegründete Energiekommission des Bayerischen Landtags berufen. Das Gremium, das aus nur neun Mitgliedern besteht, hat die Aufgabe, die in Berlin und München jüngst zur Energiewende gefassten Beschlüsse zu begleiten. Dabei soll sie Anstöße für notwendige parlamentarische Initiativen geben und bei unausweichlichen Zielkonflikten im Zusammenhang mit der Energiewende vermitteln sowie dazu beitragen, den so wichtigen gesellschaftlichen Konsens herzustellen. Blume freute sich über seine Berufung und sprach von einer „Herausforderung am Puls der Zeit“.
mehr„Der Umbau der Energieversorgung in Bayern wird nur dann gelingen, wenn sowohl auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene als auch auf europäischer Ebene die richtigen Maßnahmen für eine sichere, klimaverträgliche, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung ergriffen werden“ heißt es im Landtagsbeschluss zur Einsetzung der Energiekommission. Diese Maßnahmen zu identifizieren und einzuleiten, wird eine Aufgabe der neunköpfigen Kommission sein, deren Vorsitzender der CSU-Landtagsabgeordnete Tobias Reiß ist. Für Reiß und Blume ist die Beschäftigung mit dem Energiethema nicht neu. Beide legten unter dem Titel „e-Bavaria“ bereits vor einigen Monaten die energiepolitischen Leitlinien der CSU-Landtagsfraktion vor. Schon in e-Bavaria wiesen sie dabei auf Spannungen zwischen den Zielen der Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaverträglichkeit hin. Blume erklärt: „Wir sind uns einig, dass wir die Energiewende schnell wollen, aber uns muss auch klar sein, dass wir dafür nicht die Klimaschutzziele opfern dürfen, auf die wir uns nach teilweise jahrelangem Ringen erst geeinigt haben. Gleiches gilt für die Bezahlbarkeit der Stromversorgung.“
Die Kommission soll genau an diesen Nahtstellen vermitteln, aber insbesondere auch die Bevölkerung bei der Energiewende „mitnehmen“, wie Blume es formuliert. Zeitplan und Ziele der Energiekommission sind ähnlich ambitioniert wie die für die Kernkraft formulierten Ausstiegsziele. So soll sie bereits im Sommer nächsten Jahres einen schriftlichen Zwischenbericht vorlegen, ehe 2013 der Abschlussbericht vorliegen muss. Formal endet die Amtszeit der Kommission mit Ablauf der Legislaturperiode. Dennoch freut sich Energiekommissar Blume auf die Arbeit: „Die Energiewende ist wirtschaftlich wie gesellschaftspolitisch die größte Herausforderung seit der Wiedervereinigung. Daran mitarbeiten zu können, ist eine Ehre.“
15. Juli 2011
Sommerlounge im Bayerischen Landtag
Clubfeeling herrschte wenige Stunden nach Ende der letzten Plenarsitzung vor der Sommerpause in den ehrwürdigen Hallen des Maximilianeums. Auf Einladung der Abgeordneten der Jungen Gruppe in der CSU-Landtagsfraktion fand die erste Sommerlounge im Bayerischen Landtag statt. Eingeladen waren junge Verantwortungsträger und Entscheider aus allen Bereichen der Gesellschaft.
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So kamen ambitionierte Jungunternehmer, hoffnungsvolle Nachwuchswissenschaftler, junge Kulturschaffende, Sportfunktionäre, Journalisten und Mandatsträger aller politischen Ebenen zusammen – sie alle verband ganz dem Ansatz der Jungen Gruppe folgend die Eigenschaft, unter 40 Jahren zu sein. Nach einem Grußwort des Vorsitzenden der Jungen Gruppe, Markus Blume, und einem Impulsvortrag von Staatsminister Georg Fahrenschon oblag es der Landtagspräsidentin Barbara Stamm, das Buffet zu eröffnen. So gestärkt feierten die über 250 Gäste bei Cocktails und Musik bis weit nach Mitternacht. Nach dem großen Erfolg der ersten Sommerlounge versprach der stellvertretende Vorsitzende der Jungen Gruppe Martin Schöffel noch am Abend eine Wiederholung im nächsten Jahr.
Eine Jahreszahl macht noch keine Energiewende - Gastbeitrag von Markus Blume im Münchner Merkur
Für den heute erscheinenden Münchner Merkur (24.06.2011, S.4) hat Markus Blume unter dem Titel "Eine Jahreszahl macht noch keine Energiewende – warum wir in Bayern eine Energieoffensive brauchen" einen Gastbeitrag zur derzeit viel diskutierten Energiewende verfasst.
Sie finden diesen Beitrag nachfolgend im Originalwortlaut wiedergegeben:
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"Eine Jahreszahl macht noch keine Energiewende – warum wir in Bayern eine Energieoffensive brauchen."
ein Gastbeitrag von Markus Blume, MdL
"Was über 30 Jahre Anti-Atomkraftbewegung letztlich nicht vermochten, haben die dramatischen Ereignisse um Fukushima geschafft: Deutschland verabschiedet sich mit einem breiten gesellschaftlichen und politischen Konsens bis 2022 aus der Kernenergie. Selten hat man in der jüngeren Politikgeschichte so um Jahreszahlen gerungen wie beim beschleunigten Ausstieg aus der Kernkraft. Dabei bewirkt eine Jahreszahl alleine keine Energiewende.
Die wesentliche Arbeit liegt noch vor uns: Wir müssen den Umstieg organisieren. Die Zielmarken dafür – ein 50-Prozent-Anteil der Erneuerbaren bis 2022 in Bayern, mindestens 35 % im Bund – sind äußerst anspruchsvoll. Andere Staaten, gerade die U.S.A. sowie die europäischen Nachbarn, verfolgen halb belächelnd, halb staunend, was Deutschland hier tut. Noch glauben sie nicht daran, dass die extrem ambitionierten Ziele des Umstiegs zu erreichen sind. Und wenn wir ehrlich sind, müssen auch wir selbst zugeben, dass wir heute nicht mit letzter Sicherheit sagen können, ob und wie wir den Umstieg im gesetzten Zeitplan schaffen können. Aber genau deshalb sollten wir es versuchen.
Denn die Energiewende ist eines in jedem Fall: eine Wette auf die Möglichkeit, eine Industrienation wie Deutschland ohne negative Folgen für den Wirtschaftsstandort ökologisch umzubauen. Es ist eine Wette auf die „saubere“ Zukunft der Energieversorgung, auf die Versöhnung von Ökonomie und Ökologie. Wenn es uns tatsächlich gelingt, den Nachweis darüber zu führen, dann haben wir einen neuen Exportschlager.
Bayern kommt beim Umstieg eine Schlüsselrolle zu. Beim Einsatz der erneuerbaren Energien sind wir Vorreiter in Deutschland, bei Photovoltaik sogar weltweit. Wir haben im Freistaat alles, was es braucht, um die Energiewende zum Erfolg zu führen: von Spitzenforschungseinrichtungen wie der TU München und dem Energiecampus Nürnberg über die einschlägigen Energie- und Umwelttechnologieunternehmen bis hin zu einer Bevölkerung, die bereit ist, den Weg mitzugehen. Wie würde sich sonst erklären, dass die weltweit größte Fläche an Photovoltaik im Freistaat installiert ist?
Was es jetzt braucht, sind drei Dinge: Erstens muss auf Bundesebene sichergestellt werden, dass die überarbeiteten Förderbedingungen für die erneuerbaren Energien in Deutschland nicht zum Nachteil Bayerns ausfallen. Es darf nicht nur um Offshore-Windparks für die Küstenländer gehen – für den Freistaat sind Biomasse, Photovoltaik und Wind im Binnenland ebenso wichtig. Da muss jeder bayerische Bundestagsabgeordnete auch patriotisch im Sinne Bayerns und seiner Bevölkerung denken und darf nicht nur das große Ganze im Blick haben. Auch neue Ideen sind auf Bundesebene gefragt: warum nicht zum Beispiel eine Abwrackprämie auf energiefressende Haushaltsgeräte? Oder ein spezieller Innovationsbonus bei der Einspeisevergütung?
Um die Energiewende in Bayern erfolgreich umzusetzen und auch wirtschaftliche Vorteile daraus zu ziehen, werden wir zweitens eine bayerische Energieoffensive brauchen, die in einer Linie steht mit Strauß‘ Industrialisierungs- und Stoibers High-Tech-Programmatik – also quasi eine neue Zukunftsoffensive. Dabei geht es um ein wuchtiges Maßnahmenpaket, das den massiven Ausbau der Energieforschung ebenso umfasst wie gezielte Anreize in der Fläche für eine „Energiewende von unten“.
Und drittens muss uns klar sein, dass die Energiewende nicht umsonst zu haben ist. Für Forschung und Entwicklung sowie die nötigen Investitionen und Anreize werden wir Finanzmittel in Milliardenhöhe mobilisieren müssen, gleichermaßen von Bund, Land und EU. Um die dafür notwendigen Gelder in Bayern freizumachen, könnte sich der Freistaat mittelfristig von seinen noch beträchtlichen Anteilen an E.ON trennen und die Privatisierungserlöse in einen „Energiefonds Bayern“ stecken. Damit machen wir Bayern dann zum Vorreiter für saubere Energie. Und es wäre ein starkes Zeichen für den Umbau Bayerns zur „Clean Economy“.
Neuregelung der Abfallwirtschaft: Axt nicht an das funktionierende bayerische System der Wertstofferfassung legen
Für Aufsehen sorgte jüngst die Landtagsdebatte um die Neuordnung des Abfallrechts. Hintergrund ist ein Gesetzentwurf der Bundesregierung, wonach das Kreislaufwirtschaftsgesetz novelliert werden soll. Einer der Eckpunkte ist, dass die Wertstofferfassung durch größere Handlungsspielräume für private Entsorger gestärkt werden soll – in Zeiten stetig steigender Rohstoffpreise ein durchaus lukratives Geschäft, insbesondere dann, wenn bisher keine Trennung der Wertstoffe stattfand.
In Bayern hat sich im Gegensatz zu anderen Ländern allerdings mit der Wertstoffsammlung in kommunaler Verantwortung bereits ein funktionierendes System etabliert. Die Wertstoffhöfe in vielen bayerischen Kommunen legen davon Zeugnis ab. Die Kommunen in Bayern sehen in der geplanten Neuregelung daher vor allem die Gefahr der Rosinenpickerei, bei der private Betreiber mit im Abfall enthaltenen Wertstoffen Profit erzielen und die Kommunen und Steuerzahler auf dem tatsächlichen Abfall und den Kosten sitzen bleiben. Ein Wegfall der Wertstofferlöse für die Kommunen könnte in der Folge zu steigenden Müllgebühren für die Verbraucher führen.
mehrDie CSU-Landtagsfraktion sieht vor diesem Hintergrund keinen Anlass, am bestehenden und eben erfolgreichen System zu rütteln. Markus Blume führte in der Landtagsdebatte aus: „Es war schon immer die Position der CSU, dass wir zur Wertstoffsammlung in der Verantwortung der Kommunen stehen. Und wir setzen auch in Zukunft auf den erfolgreichen bayerischen Weg des Wertstoffkreislaufs.“ Daher wendet sich die CSU-Fraktion auch gegen eine verpflichtende vierte Tonne in den Gärten der Bürger.
Blume verwies in der Plenardebatte ferner darauf, dass die Angelegenheit unter anderem dank bayerischer Initiative im Bundesrat ebenfalls auf einem guten Weg sei. Der Freistaat Bayern habe in den dortigen Ausschussberatungen für Änderungen im Sinne der bayerischen Kommunen votiert und sich klar zur kommunalen Daseinsvorsorge bekannt. Dass die Abstimmung im Landtag deshalb auch das bekannte Ergebnis gezeigt hat – die SPD konnte sich mit einem Antrag im Sinne der Kommunen durchsetzen – verwundert nicht, haben doch selbst in der FDP-Fraktion nur ein Drittel der Abgeordneten gegen diesen gestimmt. Dennoch gilt, so Blume: „Wenn zwei sich streiten, kann es schon passieren, das sich am Ende der Dritte freut. Deshalb ist aber die Koalition nicht in der Tonne.“
Wertstofferfassung in kommunaler Verantwortung sei aber kein Freifahrtschein, so Blume insbesondere in Richtung des Münchner SPD-Abgeordneten Wörner. Anstatt im Landtag zu versuchen, mit Schaufensteranträgen die Regierungskoalition vorzuführen, solle er lieber dem Abfallwirtschaftsbetrieb München besser auf die Finger schauen. Blume wörtlich: „In der rot-grün regierten Landeshauptstadt geht es beim Thema Abfall drunter und drüber. Die Bürger werden mit überhöhten Gebühren abgezockt – und der Abfallwirtschaftsbetrieb München übt sich in Geheimhaltung. Das stinkt!“
19. Mai 2011
e-Bavaria: energiepolitische Leitlinien der CSU-Landtagsfraktion
Am vergangenen Mittwoch präsentierte Markus Blume gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden der CSU-Landtagsfraktion Georg Schmid und Tobias Reiß, Leiter der Projektgruppe Energie, die energiepolitischen Leitlinien der CSU im Bayerischen Landtag. Unter dem Titel „e-Bavaria“ zeigen die Abgeordneten einen Weg auf, der die Energiewende in Bayern beschleunigen wird. „e-Bavaria setzt Leitplanken auf der Autobahn zur Energiewende“, so Markus Blume bei der Vorstellung des Konzepts. e-Bavaria bringt Emotionalität und Rationalität in der Energiepolitik zusammen und macht daraus das nachhaltigste Konjunkturprogramm der deutschen und bayerischen Geschichte.
mehrDas sechszehnseitige Energiekonzept, Ergebnis vieler langer Sitzungen in den vergangenen Wochen, arbeitet zunächst die Ziele heraus, die es auf dem Weg von nuklearer und fossiler Energieerzeugung hin zu erneuerbarer Energiegewinnung zu berücksichtigen gilt. Verkürzt gesagt sind dies: Versorgungssicherheit, Klimafreundlichkeit, Bezahlbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Blume machte deutlich, dass man es sich nicht leicht gemacht habe beim Ringen um den richtigen Pfad und das Abwägen von Zielkonflikten. Die Energiewende sei eben nicht per Knopfdruck zu erreichen; wer anderes behaupte, sage den Menschen nicht die Wahrheit.
Blume betonte, dass es weniger auf eine Jahreszahl, sondern auf den Weg ankomme. Deswegen brauche es ein gesamtkonzeptionelles Maßnahmenpaket wie e-Bavaria, das einen gangbaren Weg aufzeige und gleichzeitig darauf achte, dass „die Energiewende nicht an der Bevölkerung vorbei gemacht werde“. So möchte e-Bavaria zunächst Anreize zum Energiesparen setzen, etwa durch Landesförderprogramme für energetische Gebäudesanierungen oder Erleichterungen bei der steuerlichen Abzugsfähigkeit entsprechender Handwerksleistungen. Dabei adressiert e-Bavaria nicht nur private Hausbesitzer, sondern fordert auch eine Vorreiterrolle des Staates bei staatlichen Gebäuden ein und gibt Denkanstöße für Anreizsetzungen für Industrie und Mittelstand. Durch ein flächendeckendes intelligentes Stromnetz, ein sogenanntes Smart Grid, sollen zusätzlich Verbrauchsspitzen künftig abgefedert werden. Mit einem durchgängigen Smart Grid wäre Bayern gleichzeitig Vorreiter in ganz Europa.
Für die Stromerzeugung selbst möchte e-Bavaria erneuerbaren Energien klar die Vorfahrt einräumen. So sollen durch eine Überarbeitung der Landesplanung Flächen künftig leichter für Windkraft- oder Photovoltaikanlagen ausgewiesen werden können. Auch bisher ungenutzte Potenziale der Wasserkraft und Geothermie sollen ausgenutzt werden und Biomasse einen Beitrag zur Grundlastfähigkeit der Erneuerbaren leisten. Die letzten Kernkraftwerke sollen in einem Zeitkorridor bis 2022 vom Netz gehen, eine Revisionsklausel sichert dabei einen dynamischen Prozess, der je nach Stand des Ausbaus der erneuerbaren Energien auch früheres Abschalten ermöglicht.
Ein weiterer Kernpunkt von e-Bavaria ist die Intensivierung und Vernetzung von Forschungsbemühungen auf dem Gebiet der Speichertechnologien. Bayern soll Vorreiter für Speichertechnologien werden und sich damit auch internationale Exportchancen sichern. Hinsichtlich der Speicherkapazitäten spricht sich Blume dafür aus, in einem Speicheratlas die Potenziale Bayerns zu benennen. Große Chancen sieht Blume zudem in der Herstellung von synthetisch erzeugtem Erdgas aus Erzeugungsspitzen der Erneuerbaren, die nicht anderweitig gespeichert werden können. Bayern solle dazu eine Ökogasinitiative starten. Schließlich nimmt auch die Elektromobilität breiten Raum ein mit Maßnahmen, die Bayern zum Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität machen sollen. „Mit unserer bayerischen Automobilindustrie und ihren Zulieferern haben wir da exzellente Ausgangsbedingungen“, so der Abgeordnete.
Dank dieser wirtschafts- und standortpolitischen Überlegungen im Einklang mit nachhaltiger Energiepolitik sieht Blume e-Bavaria in einer Linie mit Strauß‘ Industrialisierung und Stoibers High-Tech Offensive: „Es entwickelt Bayern autark weiter. Wo andere neue Abhängigkeiten schaffen, ist e-Bavaria Bayerns Zukunftsoffensive 3.0.“
Damit die erarbeiteten Leitlinien sich auch in der Umsetzung wiederspiegeln und die Energiewende gleichzeitig nicht von bürokratischen Unwägbarkeiten gebremst wird, schlägt das Papier eine zweigleisige Strategie vor: einerseits sollen Verantwortung und Kompetenzen klar und nachvollziehbar gebündelt und Fortschritte regelmäßig evaluiert werden, andererseits wird lokales Engagement einzelner Kommunen und regionaler Planungsverbände ausdrücklich begrüßt und gefördert. Überhaupt versucht e-Bavaria eine neue Form der Beteiligung der Öffentlichkeit einzuschlagen. So sollen regionale Dialogforen mit der Bevölkerung den Weg der Energiewende ebnen. Blume sieht e-Bavaria als offenes Forum. Jeder solle sich beteiligen und jeder könne und müsse seinen Beitrag leisten. „Wir brauchen ein klares Bekenntnis der gesamten Gesellschaft zur Energiewende. Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat mit e-Bavaria dieses Zeugnis abgelegt und verstärkt ihre schon vor Fukushima eingeschlagenen Bemühungen hin zu einer auf regenerativen Energien beruhenden, autarken Energieversorgung Bayerns.“
Download: Das e-Bavaria Konzept zum Download
Pauschalvertrag geschlossen – Kopieren von Liedblättern jetzt rechtlich gesichert
Was dem gesunden Menschenverstand nur recht und billig erscheint, ist jetzt auch rechtlich geregelt: Die Kindergärten und Kindertagesstätten in Bayern können künftig Liedblätter ohne Einschränkungen kopieren, denn der Freistaat und die Kommunen haben mit den Rechteverwertungsgesellschaften GEMA und VG Musikedition einen Pauschalvertrag abgeschlossen.
mehrDie Regelung gilt rückwirkend zum 1. Januar 2011 für alle knapp 8.500 Kindertageseinrichtungen in ganz Bayern - egal ob in kommunaler, kirchlicher, privater oder freier Trägerschaft. Die Kommunen übernehmen die Kosten von insgesamt 290.000 Euro jährlich. Der Pauschalvertrag gilt zunächst für fünf Jahre.
„Mit diesem unbürokratischen und kostengünstigen Pauschalvertrag stärken wir die musikalische Früherziehung und die Singkultur in unserer Heimat“, erklärte Markus Blume. Dennoch verurteilte er das Vorgehen der GEMA, die den Kindergärten Lizenzverträge für das Anfertigen von Kopien angeboten hatte: „Die Musikindustrie wäre von Anfang an gut beraten gewesen, sich Ihrer ursprünglichen Wurzeln, nämlich der Begeisterung junger Menschen für Musik, zu erinnern, anstatt eine Lücke für zusätzlichen Kommerz und Profit zu suchen.
Kindergärten, die in diesem Jahr bereits Gebühren an die GEMA gezahlt haben, bekommen das Geld nun zurück. Der Pauschalbetrag von 290.000 Euro sei weitaus günstiger als die ursprüngliche Forderung der GEMA, betonte Blume.
Wüstenstrom für Bayern durch Netzausbau sichern – Blume glaubt an Desertec
Jüngst trafen auf Initiative von Markus Blume und der von ihm geleiteten Jungen Gruppe der CSU-Landtagsfraktion rund 25 Landtagsabgeordnete zu einem Frühstück mit Desertec-Initiator Ernst Rauch von der Munich Re zusammen. Gemeinsam erörterten sie die Potenziale des Desertec-Projekts für die Energieversorgung Bayerns.
Hinter Desertec steht die Idee, bis 2050 rund 15 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Europa durch regenerative Energien aus den Wüsten Nordafrikas abzudecken. „Die Wüsten der Erde empfangen in sechs Stunden mehr Energie als die Menschheit in einem Jahr verbraucht“, erklärte Ernst Rauch. Der Initiator des Desertec-Projekts empfiehlt bei der Energieversorgung der Zukunft auf die reichste Energiequelle der Welt, die Sonne, zu setzen.
mehrGrundlegende Bedingung für die Umsetzung dieser Vision sind jedoch leistungsfähige Energienetze, etwa Hochspannungs-Gleichstrom-Leitungen, die in der Lage sind aus Sonne und Wind erzeugten Strom über Tausende von Kilometer zu transportieren. Blume kritisierte, dass der Ausbau der Netzinfrastruktur derzeit stark hinterherhinke und bezeichnete den Netzausbau als „Flaschenhals der künftigen Energieversorgung“. Er fügte hinzu: „Beim intelligenten Netzausbau werden alle an ihren Taten und nicht an den Worten gemessen werden“.
Blume warb für ein stärkeres europäisches und internationales Denken in Energie- und Umweltfragen. Für eine zuverlässige, wettbewerbsfähige und ökologische Energieversorgung der Zukunft werde Deutschland als rohstoffarmes Land auch Potenziale aus dem Ausland brauchen. Desertec liefere hierfür einen sehr interessanten Baustein, zumal damit auch bayerische Arbeitsplätze verknüpft seien.
Blume bei vbw-Podiumsdiskussion "Deutschland hat Zukunft - Wirtschaft 2035"
Am 5. April 2011 nahm Markus Blume an einer von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) initiierten Podiumsdiskussion in Nürnberg teil. Weitere Gäste waren Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer vbw, Dr. Veit Walthelm, Vorsitzender der vbw Bezirksgruppe Mittelfranken, Kai Gramke, Mitglied der Geschäftsleitung Prognos AG, Katja Hessel MdL, Staatssekretärin im Bayerischen Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie und Dr. Thomas Beyer MdL, stellvertretender Vorsitzender der Bayern SPD.
mehrAnlass der Veranstaltung war die vbw Studie „Wirtschaft 2035“ der Prognos AG, die von Kai Gramke vorgestellt wurde. Diese bescheinigt dem Standort Bayern hervorragende Entwicklungsperspektiven. So wird das prognostizierte Wachstum in Bayer (1,2 %) regelmäßig über dem bundesweiten Durchschnitt (1,0 %) liegen. Trotz dieses optimistischen Ausblicks warnte Blume in der Podiumsdiskussion davor, sich auf den Lorbeeren der Vergangenheit auszuruhen: „Es ist ein Irrglaube zu meinen, wir könnten unseren Wohlstand wie in einer Konservenbüchse konservieren. Die Konkurrenz sitzt vielleicht nicht unbedingt im Nachbarbundesland, aber sie sitzt sicherlich in asiatischen Schwellenländern.“
Eine Bedrohung für kontinuierliches Wachstum in Bayern und Deutschland ist nach einhelliger Meinung der Runde beispielsweise der Fachkräftemangel, dem unter anderem durch eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren begegnet werden müsse. Blume plädierte dafür, allen beste Bildung zukommen zu lassen: „Wir können es uns gar nicht leisten, irgendjemand liegen zu lassen.“ Bevor qualifizierte Zuwanderung gefördert werde, müsse zunächst sichergestellt werden, dass uns die besten Köpfe erhalten bleiben und nicht Deutschland den Rücken kehren, stellte Blume ebenfalls klar.
Aus aktuellem Anlass nicht unberücksichtigt blieb die Energiepolitik. Einhelliges Credo der Teilnehmer war, dass die Energiewende die derzeit größte politische Herausforderung sei. Auch Markus Blume teilte diese Ansicht, warnte aber gleichzeitig vor Schnellschüssen: „Ja, wir brauchen die Energiewende, aber in einem vernünftigen Rahmen. Versorgungssicherheit, stabile und wettbewerbsfähige Strompreise und das Festhalten an vereinbarten Klimaschutzzielen müssen auch in Zukunft Prüfsteine der Energiepolitik sein.“
31. März 2011
Carbonfaser aus Bayern
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ideenwerkstatt“ führte die Junge Gruppe der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag ein Gespräch mit Dr. Gerd Wingefeld über Carbon, den entscheidenden Werkstoff der Zukunft. Wingefeld ist Vorstand der SGL Group, einziger europäischer und einer der weltweit führenden Hersteller von Produkten aus Carbonfaser. Carbon besitzt einzigartige Eigenschaften wie hohe Strom- und Wärmeleitfähigkeit, Hitzebeständigkeit und Leichtigkeit bei gleichzeitiger Festigkeit. Dadurch bietet es besondere Vorteile für den Einsatz im Bereich der erneuerbaren Energien (z.B. durch spezielle Rotorblätter von Windkraftanlagen), in der Luft- und Raumfahrt sowie wie im Automobilbau der Zukunft.
mehrDie Junge Gruppe zeigte sich von den Möglichkeiten und Perspektiven gerade auch mit Blick auf den Standort Bayern begeistert. Der Einsatz von Carbon sei eine große Chance, bei der Entwicklung und Herstellung von Elektroautos, aber auch bei der Umweltenergietechnik weltweit an der Spitze mitzuspielen. Bayern sei heute bestens aufgestellt mit Unternehmen wie SGL sowie starken Forschungsaktivitäten der TU München sowie der Fraunhofer-Gesellschaft. Markus Blume, der Sprecher der Jungen Gruppe, betonte mit Blick auf die mögliche Produktion der Carbonfaser in Kehlheim: „Wir müssen alles unternehmen, um so bedeutsame Innovation in Bayern dann auch in die Produktion zu bringen. Wenn die Energiekosten rund 35% an der Herstellung von Carbon ausmachen, dann ist eine wettbewerbsfähige Stromerzeugung ein entscheidender Standortfaktor und hat selbst auch eine ökologische Komponente.“ Der Themenbereich erneuerbare Energien steht auch in den kommenden Wochen ganz oben auf der Tagesordnung der Jungen Gruppe. So wird sie sich unter anderem mit dem Initiator des Desertec-Projekts treffen.
Blume zur Debatte um die Kernenergiepolitik in Deutschland
Nach den dramatischen Ereignissen in japanischen Atomkraftanlagen infolge des Erdbebens und den dadurch ausgelösten Tsunami ist in Deutschland eine Debatte um die Konsequenzen für deutsche Kernkraftwerke entbrannt. Markus Blume nahm am 14. März 2011 in einer Sondersendung des Umweltmagazins „Unkraut“ im Bayerischen Fernsehen Stellung. Einen Tag später, am 15. März 2011, diskutierte er zum gleichen Thema im BR-Jugendmagazin „Südwild“.
mehrBlume: „Die Katastrophe stellt eine Zäsur bisher nicht vorstellbaren Ausmaßes dar. Wir müssen nun zu einer Neubewertung des Risikopotenzials von kerntechnischen Anlagen kommen. Dabei darf es keine Tabus und keine falschen Rücksichtnahmen geben.“ Das zwischenzeitlich von der Bundesregierung beschlossene Moratorium begrüßte der Abgeordnete. Oppositionsbedenken, wonach das Moratorium zu kurz sei, wies Blume zurück. „Es geht ja nicht um die grundsätzliche Sicherheit der Betriebsabläufe im Kernkraftwerk. Unsere Kernkraftwerke werden tagtäglich von unabhängigen Prüfern kontrolliert. In der Zeit des Moratoriums geht es vielmehr darum, bis dato undenkbare Szenarien durchzuspielen. Eine Frage ist beispielsweise, ob für bisher nicht berücksichtigte Verkettungen von Störereignissen genügend Sicherheitsreserven vorhanden sind.“
Zugleich warnte der Landtagsabgeordnete davor, am Anfang der Auszeit schon wissen zu wollen, was am Ende herauskommt. „Klar ist doch, dass es ein ‚Weiter so‘ wie bisher nicht geben wird. Wir haben nun drei Monate Zeit, um neben der Sicherheitsprüfung auch zu schauen, welche Auswirkungen sich für die Stromversorgung und deren Stabilität ergeben. Danach können auf seriöser Grundlage Entscheidungen getroffen werden.“ Blume ergänzte, dass nicht nur die nun vorerst abgeschalteten Kernkraftwerke umfassend überprüft würden, sondern selbstverständlich auch die Kraftwerke neueren Typs.
Auf die Frage, ob ein kompletter Ausstieg Deutschlands und Bayerns aus der Kernenergie kurzfristig wahrscheinlich ist, antwortete Blume: „Es war immer klar, dass die Atomkraft lediglich eine Brücke in das Zeitalter einer auf erneuerbaren Energien gründenden Stromversorgung sein kann. Die Restlaufzeiten – ein Begriff, der genau diesen Charakter eines Auslaufmodells beschreibt – waren im Übrigen ja auch unter einer rot-grünen Bundesregierung schon für notwendig gehalten worden. Die Frage, vor der wir jetzt stehen, ist, ob wir den Umstieg auf erneuerbare Energien schneller hinbekommen als bisher gedacht. Aufgabe der bayerischen Energiepolitik ist es jetzt, den Umbau des Stromversorgungssystems noch stärker voranzutreiben. Hierzu zählen ein rascher Ausbau der Stromnetze, der Bau von Stromspeichern, die Entwicklung neuer Speichertechnologien und der weitere Ausbau und die Integration der erneuerbaren Energien.“
Neben diesen Aspekten, die auf Landes- und Bundesebene vorangetrieben werden müssen, mahnte Blume aber auch ein konzertiertes Vorgehen auf europäischer Ebene an: „Die Risiken der Kernenergie machen nicht an Ländergrenzen Halt. Wir haben nun einmal nichts davon, wenn wir in Deutschland Musterknabe sind und gleichzeitig um uns herum die Kernkraft weiter betrieben und sogar ausgebaut wird. Deshalb brauchen wir ein abgestimmtes europäisches Vorgehen. Dabei muss es um neue Standards für eine verantwortbare Nutzung der Kernenergie, um die Einrichtung einer Europäischen Reaktorschutzkommission und um die Entwicklung eines gemeinsamen Energiekonzepts gehen, das mindestens für Europa gilt.“
Blumes Diskussionsteilnahme in der Sendung „Südwild“ am 15. März 2011 können Sie sich hier nochmals ansehen: http://on3.de/focus/10#/element/6891/dienstag-15-maerz-2011-on3-suedwild-aus-dillingen
MAN muss bayerisch bleiben
Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag macht mobil gegen eine Übernahme des bayerischen DAX-Konzerns MAN durch den kleineren Wettbewerber Scania. Der Nutzfahrzeughersteller MAN droht dabei, zum Spielball der Finanz- und Beteiligungsinteressen von Volkswagen zu werden.
mehrDie Konsolidierung in der Nutzfahrzeugbranche hat sicherlich eine industrielle Logik, die auch nicht von der Politik zu hinterfragen ist. Allerdings muss schon erlaubt sein darauf hinzuweisen, dass am Ende mindestens eine Zusammenarbeit unter Gleichen stehen müsste, zu-mal MAN gegenüber Scania der deutlich größere Partner wäre. MAN ist eine der industriellen Perlen Bayerns und traditionsreichster Konzern im deutschen Aktienindex. Wir sollten deshalb bei den weiteren Verhandlungen auch von bayerischer Seite unmissverständlich klarmachen, dass wir hier Standortinteressen berührt sehen.
Zu möglichen Standortgarantien gehört zwingend, dass München Ort der strategischen und operativen Steuerung bei MAN bleibt, die Arbeitsplätze wie auch Forschungs- und Entwicklungskapazitäten hier im heutigen Umfang gesichert werden und eine Zerschlagung des Konzerns ausgeschlossen wird.
Blume stellt in Kreuth Innovationspapier vor
Im Rahmen der Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion in Wildbad Kreuth stellt Markus Blume als Sprecher der Jungen Gruppe in der CSU-Fraktion ein Innovationspapier vor. Unter dem Titel „Bayerns Wirtschaft für die Zukunft stärken – eine Renaissance der aktiven Wirtschaftspolitik ist notwendig!“ wird eine Rückkehr zu wirtschaftspolitischen Maximen gefordert, wie sie Otto Wiesheu und Franz Josef Strauß einst prägten und Bayern damit zum High-Tech-Land entwickelt haben.
mehrBlume betont dabei Bayerns Prosperität und Standortvorteile, mahnt aber gleichzeitig, sich nicht auf den Lorbeeren vergangener Tage auszuruhen. „Auftrag ist, Bayern als attraktiven, innovativen und produktiven Standort zu erhalten und auszubauen“ heißt es in dem Papier. Sich neu entwickelnde Wirtschaftszweige und Umbrüche in bestehenden Schlüsselindustrien wie der Automobilindustrie dürften nicht verschlafen werden. Das im Doppelhaushalt 2011/2012 angelegte Investitionsprogramm „Aufbruch Bayern“ sieht Markus Blume als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Um diesen Weg konsequent weiterzugehen, erarbeiten die Parlamentarier in Kreuth ein 10‑Punkte‑Programm:
- Bayern muss mittelstandsfreundlicher werden!
- Bayerns Wirtschaft muss weiblicher werden!
- Bayerns Wirtschaft muss stärker auf ältere Arbeitnehmer setzen!
- Bayern muss seine Leistungsträger halten!
- In Bayern muss Integration besser gelingen!
- Bayern muss sich zum Showroom für Zukunftsinnovationen entwickeln!
- Bayern muss Vorreiterregion für Energie und Umwelt werden!
- Die nachhaltige Mobilität muss in Bayern zu Hause sein!
- Bayern muss zum führenden Gesundheitsland werden!
- Bayern muss sich zur führenden europäischen Innovationsregion vernetzen!
CSU wieder auf gutem Kurs
Zweieinhalb Jahre nach der enttäuschenden Landtagswahl ist die CSU wieder auf solidem Kurs. In einer jüngsten Umfrage erreichte die CSU bayernweit 45% Wählerzustimmung. Für Markus Blume kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Gemeinsam mit der Jungen Gruppe der CSU-Landtagsfraktion, deren Sprecher er ist, will er auf Zukunftsthemen setzen und Bayern mit solider inhaltlicher Arbeit und Wirtschaftskompetenz auch künftig an der Spitze halten.
mehrGegenüber der „Welt am Sonntag“ sagt er, dass man nun eine zeitgemäße Weiterentwicklung von „Laptop und Lederhose“, eine Vision für ein „smartes Bayern“, das Nachhaltigkeit, technologischen Fortschritt und ökonomischen Erfolg verbindet, erarbeiten müsse.Blume ist davon überzeugt, dass es gerade die Verantwortung der jungen Generation in der Fraktion sei, auch über den Tag hinaus zu denken. Gleichzeitig tragen die Mitglieder der Jungen Gruppe aber schon heute viel Verantwortung und haben inhaltlich eine enorme Bandbreite. Die CSU hat auch personelle Zukunft...
Bayern wird elektromobil
In einem aktuellen Beitrag für die Zeitschrift „Neue Mobilität“ des Bundesverbands eMobilität e.V. zeigt Markus Blume die aktuelle Lage rund um die Elektromobilität in Bayern auf. So hat sich die Bayerische Staatsregierung mit verschiedenen Initiativen dem automobilen Zukunftstrend angenommen. Im Investitionsprogramm „Aufbruch Bayern“ werden diese Bemühungen nun fortgeschrieben.
mehrMarkus Blume, der sich seit Beginn seiner Abgeordnetentätigkeit für Elektromobilität in Bayern stark macht, freut sich über die rege Berücksichtigung, die das Thema mittlerweile findet. Für ihn geht es auch um den Standort Bayern als Heimat zweier weltbekannter Premium-Fahrzeughersteller. Deshalb mahnt Blume gleichzeitig auch, nicht locker zu lassen.
„Das Motto‘wer rastet, der rostet‘ gilt natürlich auch für Elektroautos. Deshalb tun wir gut daran, die Anstrengungen im Rahmen eines Gesamtkonzepts künftig noch zu intensivieren. Die Kopplung mit intelligenten Energiesystemen und die Intensivierung der Speichertechnologieforschung sind logische nächste Schritte.“ Blume kann sich auch die Auslobung eines Wettbewerbs zur „Elektromobilitätsstadt des Jahres“ vorstellen.
Den Beitrag finden Sie hier.


























